Beim MaLo-Ident-Prozess fragt der Lieferant mit den vorhandenen Daten zur Lieferstelle oder zum Kunden beim Netzbetreiber an. Dieser führt die Identifizierung durch und sendet im Erfolgsfall dem Lieferanten den aktuellen Datensatz zur Lieferstelle oder zum Kunden.

Beim MaLo-Ident-Prozess fragt der Lieferant mit den vorhandenen Daten zur Lieferstelle oder zum Kunden beim Netzbetreiber an. Dieser führt die Identifizierung durch und sendet im Erfolgsfall dem Lieferanten den aktuellen Datensatz zur Lieferstelle oder zum Kunden.

KI generiertes Bild: © The Little Hut/AdobeStock

Im Zuge der Einführung des LFW24 ist als Vorbedingung für den Lieferantenwechsel der sogenannte MaLo-Ident- Prozess zwischen Lieferant und Netzbetreiber auszuführen. Der neue Prozess soll die Qualität der Lieferantenwechselmeldungen erhöhen und dadurch zur verbesserten automatischen Verarbeitung dieser Nachrichten beitragen, erklärt Cortility, das Ettlinger IT-Haus und SAP-Partner. 

Die Ermittlung der Marktlokation-ID ist ein Vorprozess zum Lieferantenwechsel, der benötigt wird, um Lokations-IDs und insbesondere die Marktlokations-ID beim Netzbetreiber anzufragen. Dies ist die Voraussetzung für die Folgeprozesse, die nur über die Marklokations-ID kommunizieren dürfen. Schnelligkeit und IT- Sicherheit stehen dabei im Vordergrund.
 

Der Prozess im Detail

Beim MaLo-Ident-Prozess fragt der Lieferant mit den vorhandenen Daten zur Lieferstelle oder zum Kunden beim Netzbetreiber an. Dieser führt die Identifizierung durch und sendet im Erfolgsfall dem Lieferanten den aktuellen Datensatz zur Lieferstelle oder zum Kunden. Danach startet der eigentliche Lieferantenwechselprozess. (Use-Case Kündigung, Lieferbeginn oder Geschäftsdatenanfrage.) Der MaLo-Ident-Prozess ist als Webservice-API definiert, die Kommunikation erfolgt nicht über klassisches EDIFACT.

Für die Implementierung des MaLo-Ident-Prozesses sind zwei Komponenten notwendig: 

  • Bereitstellung der Webservice-API-Infrastruktur (Web-API- Router) inklusive der abgesicherten Kommunikation zwischen den Marktpartnern gemäß den Anforderungen
  • Backend-Implementierung im SAP IS-U und Anbindung des Web-API-Routers

Cortility, stellt hierzu aktuell eine Lösung bereit. Diese enthält die Kommunikationsanbindung SAP IS-U zum Web-API-Router, die Sender- und Empfängerprozesse für Lieferant und Netzbetreiber, die Einbindung in die LFW24-Prozesse und die Identifizierungslogik. 

Lösung schließt die Lücke zwischen Web-API und SAP IS-U

Die Webservice-API-Infrastruktur wird durch Drittanbieter bereitgestellt, analog zu Kommunikationsabwicklung per AS4 oder der Smart-Meter- Kommunikation mittels SM-PKI.

Die technische Anbindung des Webservice-API-Anbieters erfolgt modular, so dass beliebige Dienste angebunden werden können. Aktuell werden die Web-API-Dienste der Seeburger AG und der Regiocom SE unterstützt; weitere Anbieter binde man auf Anfrage an. Für Tests steht die direkte Kommunikation per RFC zur Verfügung. Die Anbindung erfolgt entweder über ein SAP PO-System oder über direkten Webserviceaufruf aus dem SAP IS-U-System heraus. Alternativ unterstützen die Fachleute von Cortility bei der Anbindung über weitere Schnittstellensysteme. 

Partnerschaft für effizientere Schulungen und reibungslose Umsetzung digitaler Prozesse

Cortility gab außerdem zuletzt bekannt, dass man mit der Datango GmbH eine strategische Partnerschaft eingegnagen sei. Das Unternehmen aus Kaarst bezeichnet sich selbst als führender Anbieter von User-Adoption-Lösungen. Ziel der Partnerschaft sei es, Energieversorger umfassend bei den Herausforderungen der digitalen Transformation zu unterstützen. Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf  Migrationsprojekten, sei es von SAP ECC zu SAP S/4HANA oder anderen Lösungsportfolios im Bereich IT und Energie.

Für die Kunden gebe es zahlreiche Vorteile: Mitarbeiter könnten durch die Softwareeinweisung durch praxisnahe Trainingsmodule schneller mit neuen Systemen arbeiten. Der Schulungsaufwand werde durch automatisierte Lösungen wie die digitale Performance-Unterstützung von Datango deutlich reduziert, wodurch IT-Abteilungen entlastet werden. Gleichzeitig werde durch gezielte Schulungen und jederzeit verfügbare Hilfe die Produktivität gesteigert, da sich Mitarbeiter sicherer im Umgang mit neuen Softwareanwendungen fühlen, heißt es in der Pressemitteilung dazu. (sg)

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