Der Kisters Firmensitz in Aachen.

Der Kisters Firmensitz in Aachen.

Bild: © Kisters

Alle Mitarbeiter einschließlich des Supports sind nach Angaben von Kisters wieder vollumfänglich erreichbar und arbeitsfähig sind. Die Überprüfung der Software-Quellcodes  ist abgeschlossen und die Cloud-Systeme der Kunden nach einem Neuaufbau wieder im Einsatz sind. Auch die internen IT-Infrastrukturen und Prozesse seien zum allergrößten Teil wiederhergestellt.

In der Nacht auf den 11. November 2021 hatten kriminelle Angreifer sich durch einen orchestrierten Ransomware-Angriff Zugang zu IT-Systemen und Daten der Kisters-Gruppe verschafft, diese verschlüsselt und damit gedroht, erbeutete Daten zu veröffentlichen.

Das Unternehmen hatte sofort die zuständigen Behörden eingeschaltet und sowohl die Kundschaft als auch die Öffentlichkeit informiert. Auf Erpressungsversuche der Hacker ist Kisters nach eigenen Angaben  nicht eingegangen.

Business Continuity erleichtern Wiederaufbau der Systeme

Nach dem Angriff wurde die gesamte IT-Infrastruktur neu aufgebaut, um Kompromittierungen nach neuestem Stand der Technik ausschließen zu können. Durch weitere Sicherheitsvorkehrungen wie umfangreiche Viren-Scans, Passwortänderungen, Prozessbeobachtung usw. wurde die Sicherheit weiter erhöht. Kisters warnt: „Da momentan die Bedrohungslage durch Cyber-Angriffe angesichts der aktuellen geopolitischen Lage sehr hoch ist, ist für uns wie für alle anderen Unternehmen, insbesondere in der kritischen Infrastruktur weiterhin höchste Wachsamkeit angesagt.“

Beim Wiederaufbau kam dem Unternehmen zugute, dass es im Rahmen seiner Sicherheitszertifizierung durch die ISO-Norm 27001 solide Vorsorgemaßnahmen für die Business Continuity getroffen hatte, zum Beispiel in Form von Notfall-Infrastrukturen und sehr guten Back Ups und Archiven.

Konzentration auf normalen Geschäftsbetrieb 

„Solch einen Angriff am eigenen Leib bzw. Unternehmen zu erfahren, ist trotz aller Vorkehrungen ein Härtetest. Inzwischen können wir uns aber wieder mit voller Kraft auf den normalen Geschäftsbetrieb konzentrieren“, fasst Klaus Kisters, Vorstand der Kisters-Gruppe, zusammen. (sg)

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