Emotet kann weitere Schadsoftware nachladen. Sobald es einen Computer infiziert hat, sind die Angreifer in der Lage, Zugangsdaten auszulesen und per Remote vollständig Zugriff auf das System zu erlangen.

Emotet kann weitere Schadsoftware nachladen. Sobald es einen Computer infiziert hat, sind die Angreifer in der Lage, Zugangsdaten auszulesen und per Remote vollständig Zugriff auf das System zu erlangen.

Bild: © kaptn/AdobeStock

"Durch einen Cyberangriff sind interne Dienste der Stadtwerke Schwerte derzeit nicht nutzbar", heißt es auf der Website des Versorgers. Betroffen neben den internen Diensten sei auch das Kundenportal.

Zusammen mit einem externen Dienstleister arbeite man derzeit an einer möglichst zügigen Lösung des Problems. "Nach aktuellem Stand sind die Versorgungsdienstleistungen nicht betroffen. Das gilt auch für die Websites der Unternehmen der Stadtwerkegruppe."

Etwas bedrohlicher liest sich das Geschehen auf der Facebook-Seite der Stadt Schwerte: "Die Stadtwerke Schwerte sind mit den Auswirkungen schwerer, gegen sie gerichtete kriminelle Aktivitäten konfrontiert.

Die Stadtverwaltung Schwerte hat deshalb Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. So ist die digitale Verbindung zu den Stadtwerken geschlossen worden. Als weitere vorbeugende Maßnahme wurde auch die Verbindung zur Südwestfalen-IT, dem EDV-Dienstleister der Stadt Schwerte, vom Netz genommen. Ziel dieser Sicherheitsmaßnahmen ist es, möglichst schnell Auswirkungen auf die Stadt Schwerte zu prüfen."
 

Stadtverwaltung schränkt vorsorglich verbindung zu Stadtwerken und Südwestfalen-IT ein

Die damit verbundenen technischen Probleme würden das Angebot der Stadtverwaltung einschränken. So stünden nicht alle Services zur Verfügung. Die Rathäuser und Dienststellen der Stadt seien nicht per Mail erreichbar. Telefonische Kontakte seien möglich. "Sobald die Dienstleistungen der Stadt Schwerte wieder zur Verfügung stehen, informiert die Stadt", heißt es weiter.

Der kommunale Dienstleister Südwestfalen-IT(SIT) war vor mehr als einem Jahr Opfer eines Erpresser-Software-Angriffs gewesen. Dadurch entstanden dem Unternehmen Mehrkosten von mindestens 2,8 Millionen Euro.  Damals hatte eine Schadsoftware die Systeme der SIT verschlüsselt und die Computeranwendungen von mehr als 70 Kommunen und Kreisverwaltungen lahmgelegt.

Telefone waren nicht zu erreichen, städtische Computeranwendungen und damit zahlreiche Bürgerservices fielen aus – mit Auswirkungen in unterschiedlichem Ausmaß für die 1,6 Millionen Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Kommunen. Die Städte, Gemeinden und Kreise hatten mit hohem Aufwand zahlreiche Notlösungen an den Start gebracht, um die Beeinträchtigungen abzufedern. (sg)

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