Laut einer aktuellen Studie der Universität Kiel führen die meisten Energieversorger nur Aktivitäten mit niedrigem Innovationsgrad aus,

Laut einer aktuellen Studie der Universität Kiel führen die meisten Energieversorger nur Aktivitäten mit niedrigem Innovationsgrad aus,

Bild: © urbans78/stock.adobe.com

Vielen Unternehmen wird erst jetzt bewusst, dass auch sie vom Redispatch 2.0 betroffen sind – dem neuen Verfahren zum Umgang mit Engpässen im Stromnetz, das zum 1. Oktober 2021 in Kraft tritt. Denn ab diesem Zeitpunkt müssen alle Betreiber von Erneuerbare-Energie-Anlagen (EE-Anlagen) und Erzeugungstechnologien ab 100 kW installierter Leistung zwingend an diesem Verfahren teilnehmen.

Dienstleister Meine-Energie bietet daher allen Multisite-Unternehmen aus Branchen wie Industrie, Handel, Logistik oder Wohnungswirtschaft die Möglichkeit, ihre eigenen Erzeugungsanlagen ohne großen Aufwand in den Redispatch-Prozess zu integrieren und die Prozesse im Rahmen des Duldungs- und Prognosemodells automatisiert abzuwickeln.
 

Übermittlung aller Anlagen-Stammdaten an den Netzbetreiber

Die jeweiligen Messstellen an den unternehmenseigenen PV-Anlagen, Stromspeichern, BHKW oder Windkraftwerken werden dabei ebenso wie die bestehenden Verbrauchsstellen im Rahmen des Energiekontos auf dem Meine-Energie-Portal abgebildet. Der Dienstleister, der  auf kaufmännisches Energiemanagement spezialisiert ist, übernimmt dann automatisiert die Übermittlung aller Stammdaten der jeweiligen Anlagen an den zuständigen Netzbetreiber.

Auch die eventuelle Nichtverfügbarkeit der Erzeugeranlagen melde man jeweils aktuell. Damit müssen die Unternehmen keine weiteren Aktivitäten durchführen, denn im Rahmen des Duldungs- und Prognosemodells geht die Verantwortung für alle regelnden Eingriffe in die Erzeugung auf den jeweils verantwortlichen Netzbetreiber über, erklärte Meine-Energie.

Planwert- und Aufforderungsmodell zurückweisen

„Wir sehen derzeit im Markt, dass viele Anschlussnetzbetreiber versuchen, statt diesen Modellen das Planwert- und Aufforderungsmodell zu empfehlen. Unternehmen sollten das jedoch auf jeden Fall zurückweisen, denn damit läge der komplette Steuer- und Regelungsaufwand in ihren Händen", betont Nikola Felba, Vertriebsleiter der Meine-Energie GmbH, Senftenberg. Zudem hätten sich noch nicht alle Netzbetreiber in Sachen Redispatch 2.0 bei den Unternehmen gemeldet. Sollte das der Fall sein, müssten die Unternehmen den Kontakt dringend von sich aus herstellen.

Über das Energiekonto von Meine-Energie erhalten Multisite-Unternehmen gleichzeitig die Datenbasis für ein standortübergreifendes Energiecontrolling, die Erstellung von Energiebilanzen, das Verwalten von Kosten und Verbräuchen, die detaillierte Kosten- und Verbrauchsplanung, die Weiterverrechnung von Energiekosten, den Energieeinkauf sowie die Rechnungsprüfung. „Redispatch 2.0 bietet damit Unternehmen die Chance, sämtliche mit der Erzeugung und dem Verbrauch von Energie verbundenen Prozesse grundlegend in den Griff zu bekommen und gleichzeitig die gesetzlichen Vorgaben vollumfänglich zu erfüllen", erklärt Nikola Felba. (sg)

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