„Mit der Einrichtung eines LoRaWan-Netzwerks als Testfeldumgebung in Andernach wird ein Eckbaustein zum Aufbau einer Smart City geschaffen“, sagt Lars Hörnig, Kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Andernach.
Die Stadtwerke Andernach werden in Verbindung mit ihrem strategischen Partner, der Energieversorgung Mittelrhein (Evm), mit drei Antennen im Bereich der Altstadt mit Ausrichtung bis zum Hafen ein Funknetz aufbauen, das für interne Zwecke, wie beispielsweise die Fernauslesung der Stromzähler im Hafen, genutzt wird.
Start in kleinen Schritten
Dieses LoRaWan-Netz nutzt die Stadt Andernach darüber hinaus für weitere Anwendungen. Dabei geht es um die Parkraumbewirtschaftung und Personen- und/oder Verkehrszählung. Durch den Einsatz von Parksensoren melden Parkplätze selbstständig, ob sie frei oder belegt sind.
„Wir starten mit wenigen Sensoren, um Nutzen und Praktikabilität des Systems zu testen. Ein Testfeld ist zum Beispiel, dass alle öffentlichen Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in der Stadt inklusive Belegzustand online aufgeführt werden“, freut sich Oberbürgermeister Achim Hütten auf den Start mit bewusst einigen Testanwendungen, der im Digitalisierungsausschuss einstimmig beschlossen wurde.
Weitere Anwendungsfelder
Testweise werden auch einige Behindertenparkplätze mit Sensoren ausgestattet. Ein Überkopfsensor ist auf dem Parkplatz gegenüber dem Geysir-Zentrum geplant: „Hier schaffen wir einen Nutzen für Touristen und die Andernacher Bürger bei ihrem Besuch der Andernacher Rheinanlagen“, und Lars Hörnig ist sicher, dass dieses smarte Angebot einen Mehrwert stiftet.
Die öffentliche Parkraumsteuerung bringt neben der Vereinfachung der Parkplatzsuche auch den Vorteil, den umweltbelasteten Verkehr durch Parkplatzsuche zu reduzieren. „Verlaufen unsere Tests positiv, können wir uns vorstellen die Anwendungsfälle auszubauen“, gibt Oberbürgermeister Achim Hütten die Richtung vor. Dabei schwebt den Beteiligten auch vor – je nach Entwicklung – das Netz und Sensoren dienstleistend für Dritte, wie Unternehmen, anzubieten.
Installation bis Ende Juni
Christian Jochemich, Leiter Innovationsmanagement der Evm ergänzt: „Die Technik steht insgesamt noch in den Startlöchern und weitere Sensoren, wie zum Beispiel für die Bodenfeuchte in öffentlichen Grünflächen zur Optimierung des Bewässerungsmanagements, werden sukzessive entwickelt."
Andernach lege mit dem Funknetz den Grundstein für smarte Anwendungen. Gemeinsames Ziel der Projektgruppe ist, dass die Anwendungen bis Ende Juni installiert sind und visuell über die Homepage der Stadt Andernach öffentlich dargestellt werden. (sg)



