Ein smartes Grid könnte dem Klimaschutz dienen, so die Mehrheit der Deutschen.

Ein smartes Grid könnte dem Klimaschutz dienen, so die Mehrheit der Deutschen.

Bild: © Urbans78/Adobe Stock

Angestoßen durch die im Jahr 2012/2013 erstellte erste Roadmap zur Umsetzung von Smart Grids in Baden-Württemberg wurden in den letzten Jahren vielerlei Technologien und Einsatzbereiche für Smart Grids entwickelt und in Forschungs- und Demonstrationsprojekten untersucht. Nicht zuletzt mit den Erfahrungen aus dem Projekt C/sells habe man wertvolle Erkenntnisse gewonnen, wie Smart Grids als Energienetze der Zukunft gestaltet sein müssen, um die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft und assoziierter Sektoren möglichst effizient zu gestalten.

Das Empfehlungspapier zur -Roadmap BW 2.0 wurde im Rahmen eines viermonatigen Prozesses mit rund 70 Teilnehmenden erarbeitet. Dabei wurden ein Kickoff-Workshop und zwei inhaltliche Workshops jeweils von einer vollständig transparenten E-Mail-Konsultationsrunde flankiert. Alle Eingaben wurden gleichberechtigt berücksichtigt, jeder Zwischenstand wurde jeweils von der gesamten Runde kommentiert. Die finalen Inhalte des Empfehlungspapiers entsprechen nun dem Konsens der Teilnehmenden über die Entwicklungsbedarfe für eine Smart Grids-Roadmap BW 2.0.
 

Smart Grids in die Fläche bringen

Auf inhaltlicher Ebene formuliert das Papier unter anderem folgende Punkte:

  •     Die wesentliche Erkenntnis und das Motto für die weiteren Entwicklungen lautet: „Smart Grids in die Fläche bringen!“ . Das heißt, die entwickelten Techniken in den wirtschaftlichen Dauerbetrieb überzuführen. Hierbei sollen Reallabore eine „Brücke“ in den Dauereinsatz darstellen.
  •     Technologien dürfen nicht mehr nur für sich betrachtet werden. Die Netzorganisation, Netztechnik und neue Geschäftsmodelle müssen im Querschnitt gedacht und auch integrativ umgesetzt werden.
  •     Sektorkopplung muss konsequent vorangetrieben werden. Dies schließt insbesondere die Wärmegewinnung und -nutzung vor Ort in Quartieren und den Verkehr mit ein.
  •     Weiterhin gilt es, eine Verzahnung der Roadmap mit den weiteren Landesaktivitäten und den Akteuren im Land voranzutreiben, um so Synergien, etwa mit dem Strategiedialog Automobilwirtschaft und der Wasserstoff-Roadmap BW, zu heben und gleichzeitig Doppelarbeit zu vermeiden.

Mehr Transparenz und Teilnahme

Neben der inhaltlichen Dimension zeigte sich auch, dass der Prozess zur Überarbeitung der bestehenden Roadmap sowie deren Aufbereitung partizipativ und transparent ausgerichtet werden sollen:

  •     So soll sämtlichen Interessierten die Gelegenheit gegeben werden, an der Ausarbeitung der künftigen Roadmap teilzunehmen, auch um auf das große Erfahrungswissen aus vergangenen Projekten zurückgreifen zu können.
  •     Für die verschiedenen Bereiche sollen Entwicklungspfade skizziert werden, die durch die Definition von Meilensteinen und Entwicklungsszenarien auch eine Fortschrittsanalyse bei der Umsetzung von Smart Grids in Baden-Württemberg ermöglichen.
  •     Die Aufbereitung der Roadmap soll zielgruppenorientiert gestaltet werden, um sowohl die involvierten Energiewendeakteure als auch die interessierte Öffentlichkeit anzusprechen.

Das komplette Empfehlungspapier kann hier heruntergeladen werden: https://smartgrids-bw.net/public/uploads/2021/07/Empfehlungen_SG-RoadmapBW2.0.pdf. (sg)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper