Freuen sich auf die Zusammenarbeit: Epilot-CEO und -Gründer Michel Nicolai (links) und Badenova Vorstand Hans-Martin Hellebrand.

Freuen sich auf die Zusammenarbeit: Epilot-CEO und -Gründer Michel Nicolai (links) und Badenova Vorstand Hans-Martin Hellebrand.

Bild: © Epilot

Die Badenova AG & Co. KG wird in den nächsten Tagen neue Gesellschafterin von epilot. Das gaben die beiden Unternehmen auf der E-world bekannt. „Wir wollen unsere Kundinnen und Kunden bei der Energiewende bestmöglich unterstützen. Damit das gelingt, sind starke Partner essenziell: Gemeinsam mit Epilot werden wir unser leistungsstarkes digitales Ökosystem weiter ausbauen, weshalb es ein logischer Schritt ist, uns als Gesellschafterin an Epilot zu beteiligen“, begründet Badenova Vorstand Hans-Martin Hellebrand die Beteiligung.
 

„Wir freuen uns, einen so innovativen Branchenvorreiter in unseren Gesellschafterkreis aufzunehmen. Mit Epilot möchten wir Energieversorgern, Netzbetreibern und anderen Lösungsanbietern im Rahmen der Energiewende ermöglichen, ihre Prozesse skalierbar zu machen. Badenova liefert uns mit ihren Erfahrungen wertvolles Know-how für die Weiterentwicklung unserer Plattform, von dem all unsere Kundinnen und Kunden profitieren“, ergänzt Epilot-CEO und -Gründer Michel Nicolai.

Hintergrund für die Übernahme

Die Enercity AG hatte sich im Dezember 2019 an epilot beteiligt. Gemeinsam mit Lynqtech hat enercity ein plattformgetriebenes Ökosystem für ihre Kundinnen und Kunden aufgebaut und für das Energielösungsgeschäft im Konzern der enercity eingesetzt. Durch den Verkauf der Lynqtech an Qcells im letzten Jahr hat sich die Enercity-Strategie leicht verändert.

Diese Veränderung hat dazu geführt, dass der Verkauf innerhalb der Thüga-Gruppe erfolgt. Enercity bleibt epilot nicht nur als wichtige Kundin, sondern auch als starke Partnerin erhalten und wird weiterhin eng in die strategische Ausrichtung von Epilot involviert sein.

„energiewende@home“

Die badenova Strategie „energiewende@home“ bringt Kunden, Partner, lokale Handwerksunternehmen und intelligente Energielösungen der Badenova Unternehmensgruppe zusammen. Der Grundgedanke: Die Energiewende in die eigenen vier Wände der Menschen zu bringen. „Die wenigsten wollen gleich Solarpanels kaufen, sondern günstige Energie nutzen oder sich zu smarten Lösungen informieren. Dazu gehören zum Beispiel auch Heizungssanierungen, Dämmmaßnahmen, Batteriespeicher und mehr. Wir unterstützen sie bei der Entscheidungsfindung mit unserem plattformgetriebenen Ökosystem“, erklärt Hellebrand.

„Auf unserer Plattform bringen wir unsere Kundinnen und Kunden in Kontakt mit dem lokalen Handwerk und den richtigen Geräten, die sie brauchen. Mit diesen Kooperationen schaffen wir ein intelligentes Netzwerk und generieren Mehrwert für die Region. So wollen wir die dezentrale Energiewende schaffen.“  

Weitere Partnerschaften angedacht

Es ist geplant, die Plattform nicht nur um weitere Produkte und Services zu ergänzen, sondern auch um weitere Partnerschaften. „Wir sind vom Potenzial unseres Ökosystems überzeugt. Die Kundinnen und Kunden kommen mit einem Bedürfnis zu uns. Dieses stellen wir in den Vordergrund. Dazu benötigen wir natürlich auch eine Bank, die das finanziert. Versicherungen, die die Geräte absichern. Energetische Sanierung, Dämmung und dergleichen. All das wird sich später auf der Plattform finden – als Dreh- und Angelpunkt der ‚energiewende@home‘“, blickt Hellebrand in die Zukunft.  

Strategisch wird das Projekt von der Düsseldorfer Strategieberatung SMP Strategy Consulting begleitet. Für das digitale Erlebnis der komplexen Produkte und Services für die Kunden und die intelligenten Prozesse im Hintergrund ist Epilot zuständig. Was einfach klingt, ist ein echter Effizienzgewinn für Badenova, da die Daten automatisiert weiterverarbeitet werden, was die Zuverlässigkeit und Schnelligkeit der Bearbeitung sicherstellt.

Zudem sei die Software-as-a-Service-Plattform hochflexibel: Dank offener Schnittstellen und Data Lake sollen zukünftig datenbasiert neue Geschäftsmodelle entstehen und sämtliche Software-Lösungen, die für die Energiewende relevant sind, in einem zentralen Energiewende-Ökosystem zusammenlaufen.

Regionale Nähe allein reicht nicht

„Wir wollen Kundenbedürfnisse in ein Geschäftsmodell umwandeln", so Hellebrand. Bei einem plattformbasierten Ökosystem müsse die Technik dahinter funktionieren. "Dort muss der digitale Marktplatz zum Leben erweckt werden, um ein optimales Kundenerlebnis zu ermöglichen.“

„Wir Stadtwerke müssen in der dezentralen Energiewende unsere Rolle als regionaler Platzhirsch behaupten. Das A und O dabei: Regionalität als Vorteil funktioniert nur gekoppelt mit starker Innovationskraft. Wenn die Stadtwerke mit dem Wettbewerb nicht mithalten können, reicht die regionale Nähe allein nicht aus”, ist sich Hellebrand sicher.

„Das beginnt bereits beim Erstkontakt mit dem digitalen Nutzererlebnis. Diese Innovationskraft stellen wir über gemeinsam erarbeitete End-to-end-Templates für zahlreiche Use Cases in der Energiewende dem Markt zur Verfügung. Wir legen bei Epilot großen Wert auf eine starke Community, in der wir den Austausch zu Best Practices zwischen unseren Kunden und Partnern fördern”, ergänzt Nicolai. (sg)
 

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