Eine sichere Kommunikationsplattform wie sie die 450-Mhz-Frequenz bereit stellen könnte, ist nach Ansichten des Beirats izentrale Voraussetzung für eine langfristig sichere Energieversorgung.

Eine sichere Kommunikationsplattform wie sie die 450-Mhz-Frequenz bereit stellen könnte, ist nach Ansichten des Beirats izentrale Voraussetzung für eine langfristig sichere Energieversorgung.

Bild: © pickup/AdobeStock

Die IfE GmbH sieht in der LoRaWAN-Funktechnologie einige Vorteile: Sie ermöglicht ohne großen Aufwand das Auslesen und Übertragen von Daten aus Sensoren, die etwa in verschiedenen Räumen von Gebäuden oder Liegenschaften verteilt sind. Somit können dem Dienstleister zufolge wichtige Raumluftparameter wie Temperatur, Feuchte und CO2-Gehalt kontinuierlich überwacht werden. Via Dashboard werden die Messdaten visualisiert, so dass Gebäudebetreiber einen umfassenden Überblick über die aktuelle energetische Situation und die Raumluftqualität haben.
 
 

Zum Vergrößern bitte klicken.Bild: © IfE GmbH

Corona-Prophylaxe

Wie das Reporting funktioniert, hat die IfE im eigenen Unternehmensgebäude erprobt (siehe Abbildung). In allen Arbeitsräumen werden CO2-Gehalt, Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit erfasst und die gemessenen Daten ausgewertet. „Mit diesem System können wir die Luftqualität gezielt überwachen, die Daten fortlaufend monitoren und sauber dokumentieren“, berichtet IfE-Geschäftsführer Dirk Schramm.

„Wir nutzen die Messungen und das Monitoring aktuell auch zur Corona-Prophylaxe.“ Bei Grenzwertüberschreitungen werden Meldungen generiert, so dass gezielt gelüftet werden kann. Durch die laufende Erfassung der Raumtemperatur lassen sich als Nebeneffekt systematisch Einsparpotenziale bei der Wärmeversorgung generieren.

 

Erfolgreiches Pilotprojekt

Ein voller Erfolg sei auch das Pilotprojekt mit einem Landratsamt in Thüringen gewesen. IfE installierte in den Klassenräumen mehrerer Schulen die LoRaWAN-Infrastruktur zur permanenten Erfassung, Übertragung und Auswertung der drei erwähnten Klimaparameter. Der unkomplizierte Aufbau der Infrastruktur und die sofort gewonnene komplette Transparenz der aktuellen Raumluftsituation habe auf Anhieb überzeugt, sodass bereits Folgeprojekte beschlossen wurden, teilte IfE mit.
 
Geschäftsführer Schramm sieht in der LoRaWAN-Funktechnologie die Basis für neue Geschäftsmodelle bei Stadtwerken. „Mit LoRaWAN lässt sich beispielsweise das kommunale Energie-Monitoring sauber und effizient umsetzen. Monatliche Energiereports sind in kurzer Zeit realisierbar, werden weitestgehend automatisch erzeugt und können zur Ausschöpfung von Energieeffizienzpotenzialen genutzt werden.“

Transparente Energieströme

Gleiches gelte für alle Geschäftskunden, denen Stadtwerke das Energie-Monitoring als Dienstleistung anbieten können. Die permanente Überwachung und Auswertung von Energieströmen in den Unternehmen sei vor allem auch im Kontext der Normenerfüllung innerhalb des Energiemanagements nach DIN EN ISO 50001 interessant, sowohl bei der qualifizierten Durchführung von Energieaudits nach DIN EN 16247-1 als auch im Rahmen der Klimaneutralstellung.
 
„LoRaWAN ist ein sehr effektives und deshalb hochinteressantes Digitalisierungswerkzeug“, sagt IfE-Chef Schramm und lädt Stadtwerke zum Testen ein: „Mit unserem Musterkoffer zur Raumklimaerfassung können bis zu zehn Räume überwacht werden. Wer es ausprobiert, ist in aller Regel begeistert, weil der Nutzeffekt unmittelbar eintritt.“ (sg)

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