Die Digitalisierung vereinfacht den Umgang mit der Pandemie.

Die Digitalisierung vereinfacht den Umgang mit der Pandemie.

Bild: © Julien Eichinger/AdobeStock

Über 100 Energieversorger aller Wertschöpfungsstufen und Größenklassen haben an dem diesjährigen Digitalisierungscheck, der in diesem Jahr schon zum fünften Mal veröffentlicht wurde, teilgenommen. Teilnehmenden Unternehmen soll er eine detaillierte Positionsbestimmung ermöglichen; hinzu kommen individuelle Verbesserungsvorschläge.
 
Die Umfrageergebnisse zeigen demnach, dass Energieversorger ein starkes Umsatzwachstum von durchschnittlich zehn Prozent pro Jahr für digitalbasierte Angebote erwarten. Insbesondere digitalbasierte Angebote im Bereich von dezentralen Erzeugungsanlagen, automatisierter Stromhandel, Smart City, E-Mobilität und Energiemanagementlösungen für Kommunen und Industrieunternehmen werden als Hebel für Wachstum gesehen.
 
 

Die stärksten Umsatztreiber

Das insgesamt wichtigste digitalbasierte Geschäftsfeld sind dezentrale Erzeugungsanlagen, die bereits jetzt den höchsten Umsatz aller untersuchten Kategorien generieren. In diesem Bereich wird ein durchschnittliches Umsatzwachstum von zehn bis 15 Prozent pro Jahr erwartet. Zu den stärksten Umsatztreibern zählt auch die E-Mobilität, für die im Durchschnitt das stärkste Wachstum von über 15 Prozent p.a. erwartet wird.
 
Eine hohe Aktivität der Branche wird im Bereich der digitalen Kundenzentrierung gesehen: 87 Prozent der Unternehmen erwarten hier neue Anwendungsfälle. Digitale Kundenzentrierung umfasst verschiedene digitale Methoden und Tools, mit denen Kunden in Zukunft ein noch besserer Service geboten werden kann und individuellere Angebote gemacht werden können.

Politischer Handlungsbedarf gefragt

Ein wichtiger Baustein sind Cloud-Lösungen. Rund drei Viertel (77 Prozent) der Unternehmen gaben an, bereits heute Cloud-Services zu nutzen, weitere 17 Prozent planen die Nutzung in den kommenden drei Jahren.
 
Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung erläutert: „Die Energiewirtschaft meistert tagtäglich große Herausforderungen bei der Umsetzung der Energiewende. Die Studie zeigt, dass digitale Anwendungen hier wichtige und kundenorientierte Lösungen liefern. Um die Potentiale dieser digitalen Anwendungen vollständig zu heben, besteht auch politischer Handlungsbedarf. So muss beispielsweise der Gesetzgeber bestehende Rechtsunsicherheiten beim Umgang mit Daten- und Cloudlösungen beseitigen und Haftungsfragen klarer abgrenzen, um die Verfügbarkeit und Nutzung von Daten für innovative, klimafreundliche Lösungen zu beschleunigen.“

Dezentralisierung und Corona als Treiber

„Die Ergebnisse zeigen, dass Energieversorger an vielen Stellen zunehmend digitale Technologien einsetzen, um den Kunden noch besseren Service zu bieten. Zunehmende Dezentralisierung bedingt mehr Digitalisierung und zudem hat die Corona-Pandemie dabei zu einer zusätzlichen Dynamik geführt.“ so Michael Frank (VSE)
 
Die Studie Digital@EVU 2021 ist auf der Website des BDEW zu finden. (sg)
 

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