„Umso mehr Daten wir über Stromverbrauch und -einspeisung haben, desto sicherer können wir das Netz machen. So stellen wir uns schon heute für die Bedürfnisse von Morgen auf“, erklärt Benjamin Deppe, Leiter Messservice in der EVM-Gruppe. Damit auch in Zukunft jeder sein Elektroauto ohne Probleme laden kann, stellt sich die Energienetze Mittelrhein, die Netzgesellschaft in der EVM-Gruppe, schon heute mit neuer Technik auf.
Hilfe bekommt sie dabei von der Thüga Smart Service. Das gemeinsam weiterentwickelte integrierte System bildet neben der Smart-Meter-Gateway-Administration und dem Meter-Data-Management auch die vollumfängliche Geräteverwaltung, das Workforce-Management sowie die Marktkommunikation intelligenter Messsysteme und moderner Messeinrichtungen ab. So will die EMN ihre Marktrolle als Messstellenbetreiber stärken.
Individuelle Schnittstellen abgeschafft
Vor einem Jahr hatten sich die Netzexperten entschieden, das bis dahin genutzte System durch das schnittstellenminimierte und integrierte Angebot der Thüga zu ersetzen. Mit dem nun begonnenen operativen Rolloutbeginn endet die einjährige Projektphase nach Angaben der EVM sehr erfolgreich.
Wir konnten die Automatisierung des Datenaustausches zwischen dem Gateway-System und dem Netzsystem durch die Nutzung der Marktkommunikation zum Austausch der relevanten Daten zwischen den beteiligten Marktrollen deutlich steigern und gleichzeitig die Fehleranfälligkeit reduzieren“, erklärt Benjamin Deppe, Leiter Messservice in der EVM-Gruppe. „Unser Ziel war es, den Aufwand für unsere Mitarbeiter zu verringern, indem wir individuelle Schnittstellen abschaffen. Und das konnten wir deutlich erreichen.“
Gas, Wasser und Wärmezähler lassen sich schon auslesen
Neben der Sparte Strom können in dem System bereits heute Gas, Wasser und Wärmezähler über das Smart-Meter-Gateway digital ausgelesen werden. Die Aufgabe bestehe in den nächsten Monaten darin, diese Daten in die Umsysteme zu verteilen. Damit sei die Basis für einen automatisierten Meter2Cash-Prozess gelegt. „Auch die Integration der Steuerfähigkeit von Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen steht bereits in den Startlöchern“, erklärt der Netzexperte. „Hier warten wir nur noch auf einen verlässlichen ordnungspolitischen Rahmen." Neben dem Smart-Metering setzt die EVM-Gruppe auch ihre Smart-City-Anwendungen mit einem System der Thüga Smart Service um. (sg)



