Um Kunden bei der Auswahl der richtigen Technologie, der Einordnung der 450 MHz-Technik und dem Aufbau der eigenen Betriebsprozesse zu unterstützen, hat die Items GmbH ein Beratungspaket entwickelt. Ziel hierbei ist es, den Kunden bei der Auswahl des richtigen Technologiemixes zu unterstützen. „Eine gute Ausgangsbasis ist bei vielen Stadtwerken durch bestehende IoT-Projekte schon vorhanden“, sagt Marcel Linnemann, der Verantwortliche für das Geschäftsfeld IoT bei Items.
„Am Ende steht dem EVU mit der 450 MHz-Technologie ein zusätzliches Werkzeug zur Überwachung und Steuerung kritischer Infrastrukturen zur Verfügung. Letztendlich geht es jedoch nicht nur darum, Daten zu erheben, sondern diese zu verarbeiten und in die Fachprozesse des EVU zu integrieren, um die Prozesseffizienz zu steigern. Durch unsere Erfahrungen in bereits laufenden IoT-Projekten zur Optimierung von Energieinfrastrukturen haben wir bereits einen breiten Erfahrungsschatz, der für die Etablierung der Technologie notwendig ist“, so Linnemann weiter.
Dschungel an Konnektivitätstechnologien
NB-IoT, Mioty, Mobilfunk, LoRaWAN oder 450 MHz. Der Dschungel an Konnektivitätstechnologien ist aktuell für Stadtwerke groß. Aussagen aus dem Markt, dass lediglich eine Technologie zur Umsetzung aller Probleme im Stadtwerk nötig seien, geistern des Öfteren durch die Branche. Durch die Frequenzvergabe der 450 MHz der BNetzA im März ist für Stadtwerke noch eine weitere Technologie in den Fokus gerückt.
LoRaWAN oder 450 MHz ist aus Sicht der Items GmbH keine „Oder-Entscheidung“. Vielmehr besitzen beide Technologien komplett unterschiedliche Eigenschaften und sind somit für unterschiedliche Einsatzzwecke geeignet, was sich unter anderem auch im Hardware-Ökosystem widerspiegelt. Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass sich in den nächsten Jahren ein Technologiemix im Stadtwerk etablieren werde.
IoT-Plattform mit Schnittstelle für 450 MHz geplant
Ein Problem sieht Items jedoch in der Wahrnehmung der 450 MHz-Technologie. „Viele EVU scheinen aktuell zu denken, dass die reine Beschaffung der 450 MHz-Technologie die Lösung zur Umsetzung des Smart Grid ist. Die 450connect stellt dem Stadtwerk jedoch nur eine 450 MHz-Kommunikationsinfrastruktur zur Verfügung. Die Frage der Datenaufbereitung und Implementierung in die Fachprozesse bleibt in der aktuellen Diskussion nahezu unberücksichtigt. Aus diesem Grund sind wir bereits in der Planung unsere IoT-Plattform mit einer Schnittstelle für 450 MHz zu erweitern. Unsere Kunden können so auf die bereits bestehende IT-Infrastruktur aufsetzen und ihre IoT-Sparte weiter ausbauen“, so Marcel Linnemann.
Neben dem Beratungspaket für 450 MHz und der Erweiterung der IoT-Plattform ist Items auch im Austausch mit dem Verein Civitas Connect und seinen Mitgliedern rund um das Thema 450 MHz. Einzelne Mitglieder verfügen schon heute über eine 450 MHz-Infrastruktur, wobei etliche Mitglieder die Einführung der Technologie planen. Daher beschäftigen sich aktuell zwei Arbeitsgruppen intensiv mit dem Thema. (sg)



