Für das angekündigte Förderprogramm zur Erzeugung von Solarstrom an Wohngebäuden und dessen Nutzung für Elektroautos stehen insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung.

Für das angekündigte Förderprogramm zur Erzeugung von Solarstrom an Wohngebäuden und dessen Nutzung für Elektroautos stehen insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung.

Bild: © Mediaparts/Adobestock

Die Maingau Energie GmbH und das Technologieunternehmen Kraken vertiefen ihre bestehende Partnerschaft: Künftig wird das KI-gestützte Demand-Managementsystem von Kraken flächendeckend für Stromkunden des Versorgers in Deutschland eingesetzt. Ziel sei es, die Energieverbräuche im Haushalt flexibler zu gestalten, netzdienlich zu steuern und auf diese Weise die Stromkosten zu senken.

Kernstück der Kooperation ist das Betriebssystem Kraken, das als durchgängige digitale Plattform sämtliche Kundenprozesse – vom Ladevorgang eines Elektrofahrzeugs über die Heizungssteuerung bis hin zur Abrechnung – integriert. Die Plattform nutzt künstliche Intelligenz, um Verbrauchsgeräte automatisiert zu steuern. Grundlage sind aktuelle Marktpreise, Netzstatus und die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien. Dadurch wird es möglich, Ladevorgänge und Heizprozesse auf kostengünstige und klimafreundliche Zeitfenster zu verschieben.

Flexibilität als zentraler Hebel

Maingau sieht in der Zusammenarbeit mit Kraken die strategische Weiterentwicklung des eigenen digitalen Leistungsangebots. Bereits 2024 hatte das Unternehmen die Kundenservice-Plattform von Kraken eingeführt. Die jetzt folgende Integration des Flexibilitätsmoduls ist laut Unternehmensangaben ein weiterer Schritt in Richtung automatisierter, datengestützter Energieversorgung.

Kraken ist aktuell in mehreren europäischen Märkten aktiv und unterstützt nach eigenen Angaben über 250.000 E-Autofahrerinnen und -fahrer dabei, ihren Stromverbrauch dynamisch zu optimieren. Im Rahmen des Mercury-Konsortiums arbeitet Kraken außerdem an einem herstellerübergreifenden Standard für die digitale Anbindung und Steuerung energierelevanter Geräte – einem sogenannten "Bluetooth für Energie".

Mit Blick auf die weitere Entwicklung betont Maingau-Geschäftsführer Richard Schmitz die Bedeutung des Schritts: "Mit dem flexiblen Demand-Management stellen wir systemseitig die Weichen für die Marktanforderungen von morgen." Auch Kraken unterstreicht den Beitrag des Systems zur Effizienzsteigerung und Systemstabilität: "Flexibilität ist ein zentraler Hebel für ein modernes, sauberes Energiesystem", so Devrim Celal, Chief Marketing and Flexibility Officer bei Kraken. (sg)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper