Die Koordination und Steuerung des künftigen Energiesystems erfordert eine enorme Rechenleistung, zu der derzeitige Computersysteme nicht in der Lage sind.

Die Koordination und Steuerung des künftigen Energiesystems erfordert eine enorme Rechenleistung, zu der derzeitige Computersysteme nicht in der Lage sind.

Bild: © agsandrew/AdobeStock

Quantencomputer verfolgen einen neuen Rechenansatz. Sie können Probleme lösen, die sich mit klassischen Computern nicht mehr beherrschen lassen. Der von IBM entwickelte Quantencomputer soll für Eon eine wichtige Rolle bei der Förderung der Energiewende einnehmen, vor allem im Bereich der Netzinfrastruktur. Denn in Zukunft müssen Verteilnetze ein viel breiteres Aufgabenspektrum erfüllen.

So ist zu erwarten, dass Energie nicht mehr nur einseitig vom Erzeugerunternehmen zum Konsumenten transportiert werde, sondern viele kleinere Unternehmen und Haushalte in das Netz einspeisen werden, beispielsweise über eigene PV-Anlagen oder Elektrofahrzeuge. Aus Sicht von Eon kann Quantum Computing dazu beitragen, diese Prozesse künftig effizienter und effektiver zu steuern. Gleichzeitig führt die steigende Anzahl von Elektroautos zu komplexeren Abrechnungsvorgängen bei den Ladevorgängen, die sich so ebenfalls einfacher lösen lassen.

Rechenleistung, die mehr kann

Im Rahmen des „Vehicle to Grid (V2G)“ Projekts werden beispielsweise Batterien von E-Autos als flexibles Speichermedium an das Verteilnetz angeschlossen. Auf diese Weise können Schwankungen bei der Erzeugung von erneuerbaren Energien ausgeglichen werden. Die Koordination und Steuerung des Systems erfordert eine enorme Rechenleistung, zu der derzeitige Computersysteme nicht in der Lage sind. Ein Quantencomputer kann die erforderlichen Berechnungen dagegen potenziell auf verschiedene Weise sowie in einer kürzeren Zeitspanne durchführen.

Als Partner von IBM Quantum hat Eon über die IBM Cloud Zugang zu deren universellen Quantencomputer-Systemen sowie auf deren Quantenexpertise und die Quanten-Softwareentwicklungstools. Hier will der Energiekonzern mit dem Team von IBM zusammenarbeiten.

„Energieversorger spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, ganze Branchen, Unternehmen und Verbraucher dabei zu unterstützen, Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren“, erklärte dazu Gregor Pillen, General Manager IBM DACH. „Es sind hochentwickelte Technologien erforderlich, um Energienetze besser steuern und koordinieren zu können und den Einsatz von sauberer, erneuerbarer Energie zu erhöhen. Quantum Computing bietet die Rechenkapazitäten, um Energieversorger auf dem Weg in diese neue, nachhaltigere Zukunft zu unterstützen.“

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