Linus Scherr, Auszubilder zum Elektroniker für Betriebstechnik bei den SWN, verbindet in der Azubi-Werkstatt die Geräte der Zukunftsbude miteinander.

Linus Scherr, Auszubilder zum Elektroniker für Betriebstechnik bei den SWN, verbindet in der Azubi-Werkstatt die Geräte der Zukunftsbude miteinander.

Bild: © SWN

Die Nutzer der Smart-Home-Plattform "Zukunftsbude" von den Stadtwerken Neumünster (SWN) können per App übers Handy die Haustüre aus der Ferne öffnen oder automatisiert ein Signal erhalten, wenn jemand in ihrem Zuhause in eine Notsituation geraten ist. Das sind nur zwei der smarten Anwendungen, die von den SWN und Rockethome an den Start gebracht wurde.

„Uns geht es darum, die Digitalisierung dafür zu nutzen, dass unsere Kunden ihren Alltag sicherer, komfortabler und nachhaltiger gestalten können“, sagt Michael Böddeker, SWN-Geschäftsführer. Über die „Zukunftsbude“-App und digitale Lösungen in Wohnung, Haus oder Garage lässt sich ein intelligentes Zuhause kreieren, technische Geräte miteinander vernetzen und digital steuern.

Mehr Kontrolle und Optimierungspotenzial

„Man kann damit unter anderem den Verbrauch von Strom, Wärme sowie Wasser optimieren, was in der Regel unterm Strich zu Einsparungen führt, erklärt Stephanie Schröder, Projekt- und Produktmanagerin der Zukunftsbude. Ein Beispiel dafür ist das automatisierte Herunterregeln der Heizkörperthermostate, sobald alle Bewohner aus dem Haus sind. Aus der Ferne lässt sich mit den smarten Anwendungen auch kontrollieren, ob alle Fenster geschlossen sind. Auch die Rollläden lassen sich von überall steuern.
 

Energieeinsatz digital steuern

Zudem lasse sich mit den digitalen Anwendungen auch einrichten, dass die Heizung von überall her ein- und ausgeschaltet oder das Licht bedient werden kann. „Die Möglichkeiten, sich mit der Zukunftsbude den Alltag komfortabler und energiesparender zu gestalten, sind vielfältig“, betont Schröder.

Auch die private Stromtankstelle fürs Elektroauto – Wallbox genannt – könne in das Zukunftsbude-System integriert werden. Die Nutzer legen dann per App den Start- und Endpunkt sowie die Dauer eines Ladegangs fest. „Damit ist das E-Auto immer zum gewünschten Zeitpunkt geladen und starktklar“, erklärt Schröder und ergänzt: „Der ökologische Fußabdruck wird noch besser, wenn E-Mobilisten in ihre Energielösung eine Photovoltaikanlage einbinden, die Sonnenstrom für den Eigenbedarf erzeugt – oder wenn sie unseren Ökostrom-Tarif wählen.“

Auf Nummer sicher

„Besonders bei gebrechlichen oder gesundheitlich eingeschränkten Menschen kann es zu Notsituationen im Alltag kommen. Digitale Lösungen erhöhen ihre Sicherheit“, so Schröder. Bei der Lösung „Unterstütztes Wohnen“ wird daher Sensorik genutzt, die bei ungewöhnlicher Inaktivität im Zuhause Angehörige benachrichtigt. Das Profil dafür richtet sich nach den jeweiligen persönlichen Gewohnheiten.

Im Ernstfall können die Nutzer über ein digitales Türschloss Hilfe ins Haus lassen. „Das digitale Türschloss bietet in vielen Fällen einen Mehrwert. Beispielsweise wenn die Kinder früher aus der Schule kommen, keinen Schlüssel haben und niemand zuhause ist. Oder auch für Ferienhausbesitzer bietet sich die smarte Lösung an. Sie können den Gästen Zutritt zum Feriendomizil gewähren, ohne persönlich vor Ort sein zu müssen.“

So funktioniert’s

„Unsere Auszubildenden haben jedes Gerät von Rockethome in unserer Azubi-Werkstatt genau unter die Lupe genommen“, sagt die Zukunftsbude-Projektleiterin. Auf der Webseite zukunftsbude-shop.swn.net können Interessierte aus den unterschiedlichen Smart-Home-Paketen und intelligenten Geräten auswählen. 

„Sicherheit und Privatsphäre haben dabei oberste Priorität. Unsere Cloud betreiben wir in einem Rechenzentrum in Deutschland“, erläutert Schröder. Unterstützung und weitere Informationen bieten die SWN persönliche sowie bei der Installation per Telefon und Videokonferenz. (sg)

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