Die Nutzung des Servicekonto.NRW weiter vereinfacht.Unter dem Namen „Servicekonto.Pass“ sollen rund 18 Millionen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit haben, digitale Verwaltungsleistungen im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands bequem und sicher zu nutzen.
Die Lösung der XignSys GmbH, das von der Computerwoche zum „besten Security-Startup 2021“ gewählt wurde, wurde durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach der technischen Richtlinie TR-03107-1 geprüft und im Zusammenspiel mit dem Servicekonto.NRW als Erste auf dem Vertrauensniveau „substanziell“ bestätigt.
Gefördert wurde die Lösung vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW im Rahmen des Programms „Digitale Modellregionen“.
Bedürfnisse der BürgerInnen bei Umsetzung im Fokus
„Mithilfe des Servicekonto.Passes und des persönlichen Smartphones können sich Bürger:innen einfach, sicher und passwortlos gegenüber allen digitalen Verwaltungsleistungen, die das Vertrauensniveau substanziell und niedrig nach eIDAS bei den gesetzlich vorgeschriebenen Servicekonten von Bund und Ländern erfordern, authentifizieren“, erläuterte Markus Hertlein, Geschäftsführer der XignSys GmbH.
Auch Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart hegt große Erwartungen: „Mit dem Servicekonto.Pass heben wir die Nutzerfreundlichkeit auf ein neues Level: Nach Aktivierung der App können Nutzerinnen und Nutzer einen Großteil aller digitalen Verwaltungsservices, für die eine elektronische Identifizierung notwendig ist, mit einem sechsstelligen PIN nutzen. Neben der Nutzerfreundlichkeit erfüllen wir mit der neuen App auch die notwendigen substantiellen Standards bei der Datensicherheit. Das bescheinigt uns das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI).“
Norbert Pohlmann, Professor und Leiter des Instituts für Internet-Sicherheit hebt hervor: „Dadurch wird niedrigschwellig die Lücke zur Smart eID und zu Elster geschlossen, um eine breite Nutzung zu gewährleisten. Ohne ein grundsätzliches Maß an Vertrauen funktioniert keine menschliche Interaktion und das schließt auch jegliche digitale Interaktion ein. Gerade der vollständige Verzicht auf Passwörter trägt zu einem wirksamen Schutz vor der steigenden Zahl von Cyber-Angriffen bei“.
Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, öffentlicher Verwaltung und Wirtschaft
Der Servicekonto.Pass gilt demnach als einfache und zuverlässige Lösung, um Behördengänge per Smartphone abzuwickeln und kann auf einer breiten Erfahrungsgrundlage aufbauen, da er aus dem vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Modellprojekt „Smartphone-Bürger-ID“ hervorgeht.
Gemeinsam durch die Stadt Gelsenkirchen, die XignSys GmbH, das Institut für Internet-Sicherheit und die Stadt Aachen wurde die Lösung modellhaft und bundesweit erstmalig in die Verwaltung integriert.
Durch die Anbindung an das Servicekonto.NRW, das technisch von der Governikus umgesetzt und vom Dachverband kommunaler IT-Dienstleister KDN betrieben wird, sei die Lösung für E-Government-Anwendungen im Land und in den Kommunen einsetzbar.
Onlinezugangsgesetz drängt zur Eile
Das Onlinezugangsgesetz besagt, dass alle Verwaltungsleistungen bis spätestens Ende 2022 auch digital abgewickelt werden können müssen. Das Ziel des Teams rund um Geschäftsführer Hertlein: „Unsere Lösung auch in weiteren Bundesländern bereitzustellen und damit zum Standard für die substanzielle Authentifizierung für OZG-Leistungen und somit eine ideale Ergänzung zur eID zu werden.“
Ein Standard für die Ausweitung auf sämtliche Smart City Anwendungen in Deutschland und Europa
Die Lösung sei aber nicht nur für digitale Verwaltungsleistungen nutzbar. Gerade auch im Hinblick auf sämtliche Anwendungen in einer Smart City und im Unternehmensbereich stelle die Identitätslösung namens XignIn ein nahtlos integrierbares und flexibles Authentifizierungsverfahren dar, heißt es in der Pressemitteilung dazu. (sg)



