Freuen sich über ihr smartes Quartier(von links): Maik Landwehr, Leiter Digitaler Service SWR, Hans-Peter Scheerer (Geschäftsführer SWR), Torsten Regenstein (Geschäftsführer GewoBau) und Udo Bausch (Bürgermeister Rüsselsheim).

Freuen sich über ihr smartes Quartier(von links): Maik Landwehr, Leiter Digitaler Service SWR, Hans-Peter Scheerer (Geschäftsführer SWR), Torsten Regenstein (Geschäftsführer GewoBau) und Udo Bausch (Bürgermeister Rüsselsheim).

Bild: © Stadtwerke Rüsselsheim

Bestehende Infrastrukturen und Technologien kombinieren, um daraus ein weiterführendes Projekt zu entwickeln: Diese Idee entstand im März 2016 bei den Stadtwerken Rüsselsheim. Heraus kam das „Quartier der Zukunft“.

Das Forschungsprojekt startete 2018 und wird vom Programm „Smart Service Welt II“ des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt. Nun, nach dem Ende der dreijährigen Projektlaufzeit am 30. Juni, zogen die Stadtwerke in einem Pressegespräch Bilanz.

13 Services bereitgestellt

Maik Landwehr, Projektleiter und Bereichsleiter Digitaler Service bei den Stadtwerken, sprach von einem vollen Erfolg. „Unser Ziel war, für den Alltag nützliche Mehrwerte für die Bewohner zu schaffen. Das ist uns gelungen.“

13 Dienste seien bereitgestellt worden: „Insgesamt sind rund 3,8 Millionen Euro investiert worden, die jetzt dauerhaft Bestand haben werden.“ In das Quartier selbst wurden mehr als 100 000 Euro dauerhaft investiert. Etwa in die Elektroladesäule, in das E-Carsharing mit beliebten Opel Corsa E, mit dem seit Oktober 2020 über 10 000 Kilometer zurückgelegt wurden. Oder in den Wetterdaten sammelnden digitalen Wetterhahn auf dem Dach. Und in all die Services, die eine Wohnung zum Smart Home machen.

Viel Knowhow gesammelt

Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer bilanzierte: „Die 450 000 Euro, die wir für das Projekt ausgegeben haben, sind gut angelegtes Geld gewesen.“ Denn die Stadtwerke hätten viel Knowhow aus gemeinsamen Entwicklungen mit den Projektpartnern aus Wissenschaft und Technik dazugewonnen.

Er nannte die sogenannte Smart Invoice, eine moderne Form der Stromrechnung: „Hier ist es möglich, ein Produkt anzubieten, das uns von anderen Wettbewerbern unterscheidet.“  All das, was im „Quartier der Zukunft“ installiert wurde, bleibe bestehen. Es werde allerdings teilweise kostenpflichtig.  

Digitale Smart-City-Plattform geschaffen

Manches komme auch nicht nur den Bewohnern vor Ort oder den Stadtwerken als Unternehmen zugute, sondern der gesamten Stadt Rüsselsheim. So stehe der Stadt nun eine digitale Smart-City-Plattform zur Verfügung, auf der diverse Dienste für den Alltag vernetzt sind. Beispielsweise ein Open-Data-Portal, das frei zugängliche Daten, wie Wetterinformationen und Geodaten sammelt und bereitstellt.   

  Oberbürgermeister Udo Bausch, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Rüsselsheim, sagte: „Das Projekt Quartier der Zukunft zeigt, welche Technologien heute und in Zukunft intelligentes Wohnen in einem lebendigen Quartier ermöglicht.“ Bausch lobte die Zusammenarbeit der Stadtwerke und ihrer vier Partner, die Synergien geschaffen habe.

Willkommener Nebeneffekt

Geschäftsführer Torsten Regenstein von der Gewobau (Gesellschaft für Wohnen und Bauen Rüsselsheim), Vermieterin von rund zwei Dritteln der 115 Wohneinheiten im Horlache Park, sagte bei dem Pressegespräch: „Für uns als Kooperationspartner ist das hier eine Art Reallabor, um Erfahrungen zu sammeln und zu sehen, welche Dienste seitens der Bewohnerinnen und Bewohner benötigt werden.“ 

Einen Nebeneffekt stellte Hans-Peter Scheerer in Bewerbungsgesprächen fest: Dass sich das Projekt imagefördernd für die Stadtwerke als Arbeitgeber ausgewirkt habe. (sg)

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