Marcus Lübken, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Sankt Augustin

Marcus Lübken, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Sankt Augustin

Bild: © Stadtwerke Sankt Augustin

Sankt Augustin im Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen, verzeichnet einen steigenden Stromverbrauch bei Haushalten sowie im Gewerbe. Bürgerinnen und Bürger nutzen zudem mit Elektroautos und Wärmepumpen alternative Antriebe und Heizlösungen, die den Strombedarf erhöhen. Im Zuge der Energiewende steigt außerdem die Anzahl an privaten Einspeisern stetig an. Bereits heute gibt es in Sankt Augustin rund 2.000 Photovoltaikanlagen. Die Erzeugung von Elektrizität erfolgt immer weniger zentral in Kraftwerken. Der Strom fließt heute nicht mehr stets in eine Richtung.

Um diesen  Anforderungen an die Stromnetze gerecht zu werden, das heißt mit vielen Einspeisungen und mehrfachen Richtungswechseln im Stromfluss stabil zu funktionieren, setzen die Stadtwerke Sankt Augustin und Westnetz beim Umbau der Netze in Sankt Augustin auf smarte Technik. Ein wichtiger Bestandteil hierbei sind die digitalen Strom-Ortsnetzstationen (digiONS) an den Standorten in den Ortsteilen Menden und Birlinghoven.

Funktionsweise und Vorteile

„Der Einsatz von digiONS unterstützt uns bei der wichtigen Aufgabe, auch bei einer weiter steigenden Einspeisung von dezentralem, volatilem grünem Strom die Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, erklärte dazu Marcus Lübken, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke, „denn durch sie wissen wir, wann und wo wieviel Energie verbraucht und eingespeist wird“.

Die übliche Aufgabe der Spannungsumwandlung und Bereitstellung von Strom für Haushalte und Gewerbe wird bei den "digiONS" um intelligente Funktionen ergänzt. Ermöglicht durch eine spezielle Fernwirk- und Messtechnik erfassen und liefern sie Daten zur Auslastung des Stromnetzes in Echtzeit an die Netzexperten, die aus der Ferne messen, analysieren und auch regeln können. So können Engpässe vermieden und das Netz gezielter ausgebaut werden. Stromausfälle erkennt das smarte System zudem besonders schnell, sodass die Stromversorgung im Störungsfall deutlich schneller wieder hergestellt werden kann.

Sechs smarte Ortsnetzstationen geplant

Insgesamt sechs "digiONS" mit einem Investitionsvolumen von rund 550.000 Euro werden voraussichtlich bis Ende 2026 in Sankt Augustin eingebaut sein. Neben der Digitalisierung des Netzes investieren die Stadtwerke – mit steigender Tendenz – jährlich rund 1,3 Mio. Euro in die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit sowie in den Ausbau des Stromnetzes für die Energiewende in Sankt Augustin. (sg)

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