Wo ist Optimierung möglich und wo ist Netzausbau nötigt? Um diese Fragen zu beantworten, setzen die Stadtwerke Metzingen auf die IoT-Lösung Smight Grid2. Denn in den letzten Monaten haben die Stadtwerke im gesamten Niederspannungsnetz einen deutlichen Lastanstieg durch Photovoltaik, Elektromobilität und Wärmpumpen beobachten können.
Diese zunehmenden Variablen erschweren eine Netzplanung, die bisher nur auf Erfahrungswerten und Planungsprämissen basiert und zu hohen Investitionen des Netzbetreibers führt. Mit der Lösung von Smight handeln die Stadtwerke nun nach eigenen Angaben auf Grundlage von Echtzeitdaten nicht nur präziser, sondern auch wirtschaftlicher.
Theorie und Praxis widersprechen sich
Zehn Ortsnetzstationen von insgesamt 150 haben die Stadtwerke Metzingen mit der IoT-Lösung der Smight GmbH bereits ausgestattet. Diese wurden anhand der errechneten Belastung ausgewählt. Schon direkt nach dem Einbau zeigte sich, dass Theorie und Praxis nicht immer übereinstimmen.
Daniel Jungel, Fachbereichsleiter Strom, Straßenbeleuchtung, Breitband, Wasser und Messung bei den Stadtwerken Metzingen, erklärt: „Es gab Lastschwerpunkte, die tatsächlich gar nicht so kritisch waren wie angenommen. Konkret konnten dadurch Kosten für neue Trafostationen gespart werden.“
So funktioniert es
Smight Grid2 wird direkt in der Ortsnetzstation installiert und misst phasen- und abgangsscharf den Strom mit Flussrichtung und Phasenwinkel (cos phi). Die gewonnenen Daten fließen nun direkt über eine Schnittstelle in die Netzplanung der Netze BW ein.
Das Unternehmen arbeitet als Dienstleister zur Netzplanung für die Stadtwerke Metzingen. Vor dem Einsatz der Lösung konnte der Zustand des Netzes nur über erfahrungsbasierte und berechnete Werte angenommen werden. Nun sind die Mitarbeitenden in der Lage, mit den exakten und relevanten Messwerten zu arbeiten, wodurch eine bessere und effektive Netzplanung möglich ist. Zusätzliche Informationen zu den Stationen erhalten die Stadtwerke außerdem über einen monatlichen Report. Hier lässt sich die Lastentwicklung ablesen und Trends in den Netzgebieten erkennen.
Optimierte Netzplanung
„Durch den Einsatz von Smight konnten wir unsere finanziellen Mittel besser planen und einsetzen, denn wir können nun anhand der Echtzeitdaten feststellen, wo im Netz am dringendsten Handlungsbedarf besteht“, so Daniel Jungel. „Dadurch optimieren wir die Netzplanung vor allem im Hinblick auf unsere Finanzen.“
Auch der Start habe sich einfach gestaltet. Die Lieferung der Ware erfolgte innerhalb von zwei Wochen nach Bestellung und auch Einbau und Inbetriebnahme seien problemlos verlaufen. Pro Station benötigten Daniel Jungel und sein Team weniger als zwei Stunden, bis die ersten Daten im Web-Portal eingingen. Bei Fragen stand und stehen auch weiterhin die Smight-Mitarbeitenden helfend zur Seite.
Daniel Jungel: „Wir erhalten von Smight nicht nur Daten, sondern können über die Aufarbeitung und Visualisierung im Web-Portal auch sofort damit arbeiten. Zusätzlich hilft uns die Kundenberatung dabei, die Daten noch besser zu verstehen und zu interpretieren.“ (sg)



