Noch ist es in Deutschland mitunter ziemlich kompliziert, E-Autos aufzuladen.

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Bild: © Sebastian Gollnow/dpa

Mit der Technischen Richtlinie  BSI TR-03109-5 werden sich die Anforderungen an die Systemeinheiten weiter konkretisieren. Systemeinheiten sind dabei das Bindeglied zwischen Smart-Meter-Gateway und lokalen Anwendungen, die über den CLS-Proxy-Kanal angebunden werden. Voraussichtlich wird die TR BSI TR-03109-5 im Frühjahr 2022 veröffentlicht und Basis für eine Zertifizierung der Systemeinheiten sein.

Alle Systemeinheiten nutzen dabei einen Softwarestack, die die sichere Anbindung ans Gateway über die CLS-Schnittstelle ermöglicht. Der Softwarestack kann sichere, verschlüsselte Kommunikationskanäle mit dem Smart-Meter-Gateway aufbauen oder entgegennehmen. Im Stufenplan wird dieser Softwarestack als „HAN-Kommunikationsadaptereinheit“ (HKE) bezeichnet. Neben HKE wurden auch die beiden Systemeinheiten „Submeter-Einheit“ (SME) und „Steuereinheit“ (SE) definiert.
 

Entscheidende Rolle beim Submetering, Elektromobilität und Flexibilitäten

„Wir begrüßen die Standardisierung durch die Einführung der Systemeinheiten für Anwendungen an der CLS-Schnittstelle“, befürwortet Ingo Schönberg, Vorstandsvorsitzender der PPC, diesen Schritt. „Interoperabilität ist der Schlüssel zur innovativen Entwicklung vielfältiger Anwendungen auf Basis der sicheren Smart-Meter-Gateway-Plattform.“

Die neu definierten Systemeinheiten spielen eine entscheidende Rolle bei der beschleunigten Integration der Anwendungsfälle rund um Submetering, Elektromobilität und Steuerung von Flexibilitäten. Über die Nutzung der HKE können insbesondere auch Energiemanagement- und Lademanagementsystem effizient an das Smart-Meter-Gateway angebunden werden.

Gateway-Hersteller PPC orientiert sich nach eigenen Angaben in seinem CLS-Produktportfolio technisch bereits an den Anforderungen des Stufenplans. Unter dem Label „HKE an Bord“ habe man Wert auf Produktentwicklung mit und für Partner aus der Anwendungswelt gelegt. Direkt von dem Mannheimer Anbieter können sowohl HKE als auch CLS-Produkte mit HKE bezogen werden:

HKE an Bord

Im Grunde genommen ist HKE eigentlich eine logische Einheit und keine physische, erläuterte PPC auf Nachfrage der ZfK. Jedes "CLS-Produkt" wird mit einer "HKE an Bord" ausgeliefert, damit es mit dem Smart-Meter-Gateway Daten austauschen kann. Für Entwickler bzw. Softwareanbieter im Energiemarkt ist HKE die Software, mit dem Produkte CLS-fähig gemacht werden und mit dem Smart-Meter-Gateway kommunizieren können. Das CLS Open Gateway mit "HKE an Bord" ist wie ein Computer mit Betriebssystem, aber ohne Office oder Photoshop (Energiemanagement, ...), so PPC .

Die Anwender, also Akteure aus der Energieversorgung oder Wohnungswirtschaft nutzen ein fertiges Produkt mit Funktionen. Wie den CLS Adapter Submetering (SME) oder eine Steuerbox (SE) um bestehende Anwendungen mit dem Smart Meter Gateway zu verbinden. Auch dies Produkte hätten die "HKE an Bord". (sg)

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