Rückendeckung bei der Weiterentwicklung von Digitalisierung und Kommunikationsnetzen bekommen die sieben Kommunen im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Tecklenburger Land (SWTE) nun von der SWTE Netz. Die SWTE-Netzgesellschaft hat für diese Themen eine Abteilung ins Leben gerufen. „Für Energieversorger haben Zukunftsthemen an Bedeutung gewonnen“, sagt Tobias Koch, Geschäftsführer der SWTE Netz. „Wir möchten auf den Gebieten Kommunikation und Digitalisierung echte Mehrwerte in unserem Versorgungsgebiet schaffen.“
Neuer Abteilungsleiter IoT und Kommunikationsnetzservice
Richard Domin verantwortet die Abteilung namens IoT und Kommunikationsnetzservice. Bereits vor zwei Jahren hat die SWTE Netz ein LoRaWAN-Netz aufgebaut, ein spezielles Funknetz für smarte Anwendungen in der Daseinsvorsorge. Es kommt zum Beispiel im Energiedatenmanagement von kommunalen Liegenschaften zum Einsatz. Geplant ist auch eine Anwendung zur Messung von Wasserständen in den hiesigen Fließgewässern. Erst vor wenigen Tagen haben die Stadtwerke Tecklenburger Land eine Kooperationsvereinbarung mit der Kommunalen ADV-Anwendergemeinschaft West geschlossen, um das Thema Smart City gemeinsam voranzutreiben.
Vielfältige Technologien
Mit LoRaWAN allein sind die Herausforderungen in Sachen Smart City und Digitalisierung nicht zu meistern. „Meine Aufgabe ist es, den Telekommunikationsbereich unter dem Dach der Stadtwerke Tecklenburger Land aufzubauen“, sagt Richard Domin. Es geht um Funktechnologien wie LoRaWAN, NB-IoT und 450 Megahertz, das Zukunftsnetz der Energiewirtschaft.
„Ein weiteres großes Themenfeld, das wir betrachten, ist der regionale Breitbandausbau. Auf diesem Gebiet gibt es neue Möglichkeiten, wie auch kleinere Stadtwerke und Kommunen den Breitbandausbau aktiv mitgestalten können und so die Wertschöpfung in der Region belassen können“, sagt Richard Domin. Warum die SWTE Netz als regionaler Partner diese Aufgaben nicht den Großen in der Branche überlassen möchte? „Weil wir als regionaler Anbieter eine Schlüsselfunk-tion haben. Es geht um Nachhaltigkeit, um die Wertschöpfung vor Ort und darum, Gewinne in der Region zu belassen“, betont Tobias Koch.
Versorgungslücken im Mobilfunk schließen
Dabei schaut sich die SWTE Netz ganz gezielt Versorgungslücken in den sieben Stadt-werke-Kommunen an. Das gilt auch für die Versorgung mit flächendeckendem Mobilfunk. „Wir müssen Versorgungslücken schließen, um Technologien weiterentwickeln zu können, zum Beispiel 5G, aber auch LTE“, erklärt Richard Domin. „Warum also, soll es nicht das regionale Stadtwerk sein, das zusätzlich benötigte Standorte schafft?“ Auch auf diesem Gebiet prüft die SWTE Netz, wie Mehrwerte in und für die Region geschaf-fen werden können. (sg)


