Cybersecurity ist essenziell, um die Vernetzung des öffentlichen Raumes aufrechtzuerhalten und kritischen Schäden vorzubeugen – die Zukunft des Lebens in Städten soll schließlich nicht von Angst vor Angriffen und Datenverlust, sondern von Fortschritt geprägt sein.

Cybersecurity ist essenziell, um die Vernetzung des öffentlichen Raumes aufrechtzuerhalten und kritischen Schäden vorzubeugen – die Zukunft des Lebens in Städten soll schließlich nicht von Angst vor Angriffen und Datenverlust, sondern von Fortschritt geprägt sein.

Bild: © zapp2photo/AdobeStock

Digitale Stadtentwicklung braucht flächendeckende Lösungen, starke Kooperationen sowie besseren Zugang zu Daten. Das ist das Ergebnis des ersten Urban Data Summits der Mainzer Stadtwerke AG, des Daten-Kompetenzzentrum für Städte und Regionen (DKSR) und des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU). Die Fachtagung für interkommunale Zusammenarbeit im Bereich digitale Stadtentwicklung fand  in Mainz statt.

In verschiedenen interaktiven Formaten widmeten sich dort Vertreter*innen von Kommunen und kommunalen Unternehmen der Frage, wie kommunale AkteurInnen gemeinsam Mehrwerte durch urbane Datennutzung in Städten und Regionen schaffen können – und welche Rolle die europäische Cloudlösung Gaia-X hierbei spielen kann.

"Ob Klima- und Umweltschutz, Ressourcenmanagement oder Energie- und Mobilitätswende: Wenn wir die Digitalisierung für die Daseinsvorsorge vor Ort klug nutzen, können wir die Lebensqualität in Stadt und Land verbessern und den Wirtschaftsstandort stärken", erklärte dazu Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU). Grundlage jeder digitalen Innovation sein Daten. "Ziel von Politik sollte sein, dass kommunale Unternehmen alle Daten bekommen und nutzen können, die digitale Daseinsvorsorge ermöglichen.“

Konkrete Forderungen

Gemeinsam habe man ein Memorandum erarbeitet, das zeigen soll, wie sich Synergieeffekte für datenbasierte Lösungen im kommunalen Umfeld schaffen lassen:

  1. Ein Bewusstsein dafür, dass kommunale Datennutzung dem Gemeinwohl dient und sich daher neben wirtschaftlicher besonders an ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit ausrichtet
  2. Einen regulatorischen und finanziellen Spielraum, um Digitalisierungsvorhaben auf lokaler Ebene zu realisieren
  3. Eine Anerkennung der Schlüsselrolle kommunaler Unternehmen – denn sie bilden die Wertschöpfungskette im urbanen Raum in ihrer Gesamtheit ab und sind daher natürliche Partner für die Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben in Stadt und Kommune
  4. Eine aktive und stark vernetzte Open Source-Community der kommunalen Verwaltung – dem Governance-Ansatz dieser Community kommt dabei zentrale Bedeutung zu
  5. Einen Kompetenzaufbau in der öffentlichen Verwaltung als wesentlichen Bestandteil einer Open Source-Strategie im Bereich SmartCities/Smart Regions – denn nur, wenn Kompetenz auf viele AkteurInnen verteilt ist, kann eine Open-Source-Community ihr Potenzial entfalten
  6. Eine starke inter- wie intrakommunale Zusammenarbeit für die erfolgreiche gemeinsame Entwicklung datenbasierter Lösungen für zukunftsfähige Kommunen
  7. Eine nachhaltige und breitenwirksame Förderung, die auf die Verbreitung erprobter Use Cases und skalierbarer Lösungen abzielt

Wie lassen sich Daten am besten nutzen?

„Bei den Mainzer Stadtwerken beschäftigen wir uns schon lange mit der Frage, wie und welche digitalen Infrastrukturen und Daten wir für die Daseinsvorsorge nutzen können", sagte dazu Vorstand Tobias Brosze. Durch interkommunale Zusammenarbeit wolle man gemeinsam mit anderen Kommunen und kommunalen Unternehmen neue Lösungen entwickeln und in die Fläche bringen.  (sg)

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