Um die Lüftung in Schulräumen zu optimieren und damit den Corona-Infektionsschutz zu verbessern, setzen die Hansestadt Warburg und die Orgelstadt Borgentreich CO2-Messungen über ein Long-Range-Wireless-Area-Network (LoRaWAN) ein. Die Lösung wurde von den Stadtwerken Warburg zusammen mit der Aov IT.Services GmbH entwickelt. Zweiteres ist eine Kooperationsgesellschaft von 21 Stadtwerken, wie der Warburger Versorger mitteilt.
Die Hansestadt installiert flächendeckend in den Schulen intelligente CO2-Ampeln. Denn die CO2-Konzentration verlaufe parallel zu der Aerosol-Konzentration, so die Erklärung dahinter. Raumsensoren messen laufend die CO2-Konzentration, neben Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit. Die Messwerte werden durch das LoRaWAN der Stadtwerke an einen Server übertragen.
Lehrer werden akustisch gewarnt
Dann werden sie automatisiert verdichtet und auf einer Webseite visualisiert. Jedem Lehrer werden die Werte auf seinem mobilen Endgerät dargestellt. Wird ein CO2-Wert kritisch überschritten, wird eine optische und akustische Warnmeldung erzeugt. Dieses zeigt an, dass wieder gelüftet werden sollte.
Die Erklärung dahinter: Laut dem Robert Koch Institut erfolge der Hauptübertragungsweg für Covid-19 Infektionen über Aerosole. Die Übertragung des Virus in nicht ausreichend belüfteten Innenräumen, in denen viele Personen zusammenkommen, sei nachweislich höher als im Freien, begründen die Stadtwerke ihre Vorgehensweise. Gerade vor dem Hintergrund der steigenden Corona-Fallzahlen an Schulen müsse sichergestellt sein, dass regelmäßig und effektiv gelüftet werde. (gun)



