Wie die Umfrage zeigt, gibt es bei den Wünschen für den Arbeitsplatz in den verschiedenen Altersgruppen deutliche Unterschiede.

Wie die Umfrage zeigt, gibt es bei den Wünschen für den Arbeitsplatz in den verschiedenen Altersgruppen deutliche Unterschiede.

Bild: © Rymden/AdobeStock

In erfolgreichen Unternehmen lässt sich beobachten, dass die Bedeutung der IT sich über die Jahre hinweg von einem hauptsächlichen Kostenfaktor über reine Prozessoptimierung hin zu einem integralen Bestandteil des Geschäftsmodells und der Wertschöpfung entwickelt hat.

Die Digitalisierung ermöglicht es Energieversorgern, ihre Geschäftsmodelle und Produkte weiterzuentwickeln und neues Wachstum zu erschließen. Beispiele finden sich etwa in Partnerschaften entlang der Stufen eines Geschäftsmodells, in personalisierten, hochpräzisen Verkaufsansätzen sowie neuen Vertriebskanälen.

In einer Studie haben BDEW und Accenture (externer Link) vier Schlüsselbereiche identifiziert, die für eine erfolgreiche IT von zentraler Bedeutung sind:

1.    Die Rolle der IT in der Unternehmensstrategie ist zentral: IT muss auf die CEO-Agenda

Der Stellenwert technologischer Entwicklungen wird noch oft unterschiedlich eingeordnet, sodass es zu Widersprüchen zwischen Erwartungshaltung und Leistungsvermögen kommt. Einerseits sollen Technologien Innovationen vorantreiben, andererseits steht die Kostenreduktion ganz oben auf der Prioritätenliste.

Die Verantwortung dafür liegt oftmals in der IT-Organisation der Unternehmen. Diese soll zugleich als Richtliniengeber und Administrator, als Geschäftspartner, Unternehmer und als Modernisierer fungieren. Dies gleicht einer Zerreißprobe über das Rollenverständnis. Daher braucht es einen starken Schulterschluss der Interessen von Fachbereichen, technologischer Ansätze und verwandter Aspekte wie der Unternehmenskultur und der grundsätzlichen Digitalisierung, um Erwartungen managen und Technologien erfolgreich implementieren zu können.
 
Es ist an den Führungskräften der Unternehmen, hier klare Ziele zu definieren und die entsprechende IT-Strategie an die Unternehmensstrategie anzupassen.

2.    Die IT-Architektur braucht Erneuerung jenseits der einzelnen Applikationsauswahl

Der technologische Fortschritt bleibt nicht stehen. Laufend gibt es neue Applikationen und Weiterentwicklungen, was dazu führen kann, dass unterschiedliche IT Systeme sich in unterschiedlichen Phasen ihres Lebenszyklus befinden. Um auf diesen kontinuierlichen Fortschritt, Trends und sich wandelnde Kundenbedürfnisse reagieren zu können, ist eine flexible und effiziente Gestaltung der IT-Architektur essenziell.

Sie macht die Fähigkeit der IT-Organisation aus, auf verändernde Anforderungen reagieren zu können. Eine gut aufgestellte IT-Architektur unterstützt zudem maßgeblich die strategischen Zielsetzungen eines Unternehmens.

3.    Die Cloud ist unausweichlich

Cloud-Technologien und -Services werden in den kaufmännischen Bereichen zunehmend zum Standard. Sie ermöglichen Energieversorgern mit der rasanten Marktgeschwindigkeit mitzuhalten und Handlungsspielräume zu eröffnen. Eine geplante und wertorientierte „Journey to Cloud“ führt letztlich zu mehr Transparenz und Resilienz und stellt Ressourcen sowie Qualität sicher.

Die Auswahl der passenden Cloud, sprich Private oder Public, sowie die Gestaltung des Betriebsmodells hängen dabei von den Anforderungen und Nutzungsszenarien des einzelnen Unternehmens ab.

4.    Der menschliche Faktor ist wesentlich in einer starken IT

In gleichem Maße wie die Anforderungen an die technologischen Fähigkeiten von Unternehmen steigen, wachsen auch die Ansprüche an die Mitarbeitenden im Unternehmen. Eine Kombination aus Weiterbildung, Sourcing und Partnerschaften sowie Automatisierung macht den menschlichen Faktor einer starken IT aus und wirkt dem Fachkräftemangel entgegen.

Unternehmen sollten ein Umfeld schaffen, welches die Produktivität aller Mitarbeitenden nachhaltig erhöht. Zukünftig wird auch die Zusammenarbeit mit Anwendungen der künstlichen Intelligenz zunehmend eine Rolle spielen.
 
Bei Transformationsprozessen in Energieversorgungsunternehmen ist ein perfektes Zusammenspiel vieler Faktoren erfolgsentscheidend. Dazu gehören ein klares Rollenverständnis, was die IT leisten muss und kann, eine flexible IT-Architektur unter Einsatz neuer Technologieanwendungen wie der Cloud sowie ein gezielter Wissensaufbau der Mitarbeitenden.

Mit der Zeit und dem technologischen Fortschritt werden auch weitere Technologien an Bedeutung gewinnen, wie etwa Künstliche Intelligenz, Blockchain oder Quanten-Computing. All diese Themen haben ein Ziel gemein: Die Umsetzung der Unternehmensstrategie in Energieversorgungsunternehmen bestmöglich zu unterstützen und voran zu treiben.

Autoren:
Tobias Gehlhaar ist Geschäftsführer Utilities bei Accenture. Tanja Utescher-Dabitz arbeitet als Ateilungsleiterin Betriebswirtschaft, Steuern und Digitalisierung beim BDEW.
Beide waren an der umfangreichen Studie, die noch weitere Empfehlungen enthält, beteiligt.

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