Welche Maßnahmen plant das Bayernwerk zur Modernisierung seiner Netze? Auskunft gibt das Unternehmen in seinem Netzentwicklungsplan.

Welche Maßnahmen plant das Bayernwerk zur Modernisierung seiner Netze? Auskunft gibt das Unternehmen in seinem Netzentwicklungsplan.

Bild: © Rainer Sturm/Pixelio

Die EAM Netz GmbH stand nach eigenen Angaben vor dem Problem, die Ausfallarbeit nicht rechtzeitig vollautomatisiert berechnen zu können, da die IT-Systeme nicht vollumfänglich und pünktlich ausgeliefert werden konnten. Vor diesem Hintergrund hat Carlo Weckelmann von der Horizonte-Group AG in Zusammenarbeit mit dem Projektleiter Manuel Müller und Daniel Goos von der EAM Netz Excel-basierte Templates zur händischen Berechnung der Ausfallarbeit entworfen.

Mit disen Vorlagen lasse sich der Versand der Ausfallarbeitszeitreihe an die Lieferanten im Rahmen von Redispatch 2.0 fristgerecht durchführen. Seitdem habe man die Templates ständig optimiert und weiterentwickelt. Beispielsweise wurde eine Logik hinterlegt, die bei betroffenen Anlagen auf die Berücksichtigung von negativen Börsenpreisen aufmerksam macht.
 

Insgesamt sechs Excel-Dateien

Da viele Marktpartner aufgrund fehlender oder unvollständiger Systembereitstellung vor dem gleichen Problem stehen, hat sich die Horizonte-Group mit der EAM Netz dazu entschlossen, die Vorlagen zur Berechnung der Ausfallarbeit als ein Gemeinschaftsprodukt aufzubereiten und dem Markt kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Der Umfang der insgesamt sechs Excel-Dateien beinhaltet die verschiedenen erneuerbaren Energieträger wie Wind, Sonne, Wasser und Biogas, wobei die beiden letzteren unter der Kategorie Sonstige zusammengefasst wurden, da die Berechnung der Ausfallarbeit keinen Unterschied darstellt. Die verschiedenen Energieträger sind mit den Abrechnungsverfahren der Pauschalabrechnung, der vereinfachten Spitzabrechnung und der Spitzabrechnung kombiniert, sodass sich die meisten Szenarien der Ausfallarbeit als Folge einer Redispatch-2.0-Maßnahme mit den Vorlagen berechnen lassen.

Gleiche Stammdaten erforderlich

Um die Berechnung durchführen zu können, sind für fast alle Energieträger in Kombination mit den Abrechnungsverfahren, die gleichen Stammdaten erforderlich. Die einzige Ausnahme bietet hierbei die anlagenspezifische Leistungskennlinie von Windenergieanlagen. Diese wird nur bei der (vereinfachten) Spitzabrechnung der Ausfallenergie von Windenergieanlagen relevant.

Die Berechnung bedarf neben den Stammdaten hauptsächlich die Bewegungsdaten für den Zeitraum, in dem die Redispatch-2.0-Maßnahme stattgefunden hat. Je Energieträger und Abrechnungsverfahren müssen allerdings verschiedene Bewegungsdaten zur Verfügung stehen. So sind beispielsweise bei der (vereinfachten) Spitzabrechnung von Windenergie die Wetterdaten, speziell die Windgeschwindigkeiten, essenziell für die Ermittlung der Ausfallarbeit. Darüber hinaus sind die Lastgangdaten während und kurz vor der Abregelung notwendig.

Die vorgestellten Vorlagen lassen sich laut der Horizonte-Group kostenlos auf deren Website (https://www.horizonte.group/ausfallarbeit_redispatch/) anfordern.

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