Thüringen, Eischleben: Verdichterstation des Erdgasversorgers Wingas.

Thüringen, Eischleben: Verdichterstation des Erdgasversorgers Wingas.

Bild: © Martin Schutt/dpa

Man sei sowohl bei Blei- als auch bei Lithiumbatterien auf den Einsatz von Gas angewiesen, sagte der Vorsitzende des ZVEI-Fachverbands Batterie, Christian Rosenkranz, am Mittwoch in Frankfurt. Alternativen seien kurzfristig nicht einsetzbar, so dass auch für die kritische Infrastruktur kurzfristig keine neuen Speicher hergestellt werden könnten.

Innovative Batterielösungen seien auf dem Weg in die nachhaltige All-Electric-Society unverzichtbar, um die Energie intelligent zu speichern und verfügbar zu machen, erklärte der ZVEI. Größtes Marktsegment werde absehbar die Mobilität sein, die derzeit mit Elektro-Autos einen starken Markthochlauf erlebe. Auch im Gebäudesektor erwarte man mit dem Ausbau der Photovoltaik einen steigenden Bedarf für Energiespeicher.

Engpass auch bei russischem Nickel

Die in Europa angekündigten Produktionskapazitäten für Batterien reichten voraussichtlich, um den erwarteten Bedarf zu decken, sagte Rosenkranz. Fraglicher seien die Versorgung mit Rohstoffen sowie die Nachfrage der Kunden, die stark vom Ausbau der Lade-Infrastruktur abhängig sei. Den bedrohlichsten Engpass bei Rohstoffen sehe er ab 2024 bei Nickel, das bisher größtenteils aus Russland importiert wurde.

Dem Verband zufolge ist der deutsche Batteriemarkt im vergangenen Jahr um 54 Prozent auf rund 9,29 Milliarden Euro gewachsen. Wachstumstreiber war dabei die Lithium-Ionen-Technologie, die um 77 Prozent zulegte. Erstmals wurden mehr Lithium-Ionen-Batterien aus Europa importiert als aus Asien. Größter Lieferant war Polen vor China.

Inländischer Produktionszuwachs um 53 Prozent in 2021 

Die inländische Produktion sämtlicher Batterie-Typen legte in 2021 um 53 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro zu. Die deutschen Hersteller stünden für rund ein Drittel des Umsatzes in Europa. (dpa/hcn)

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