Geht es nach dem Energiekonzern Statkraft, soll auch der Verkehr von Ostfriesland bald in großem Stil mit Wasserstoff fahren.

Geht es nach dem Energiekonzern Statkraft, soll auch der Verkehr von Ostfriesland bald in großem Stil mit Wasserstoff fahren.

Bild: © Jens Büttner/dpa

Bestehende Gasnetze in Zukunft für den Transport von grünen Gasen zu nutzen, ist die günstigste und sozial ausgewogenste Lösung für die Wärmewende. Zu diesem Schluss kommen zumindest Eon und die Stadtwerke Essen nach einer durchgeführten Modellierung.

Wie Eon mitteilt, hätten die Unternehmen auf Basis der Datenplattform Digikoo einen digitalen Zwilling der Stadt Essen erstellt. Sie hätten dabei fünf unterschiedliche Szenarien zur Wärmeversorgung der Zukunft durchgespielt. Resultat: Die Nutzung bestehender Netze vermeide aufwändige Renovierungen und damit verbundene Mietsteigerung, schreibt der Essener Konzern. So ließen sich die gesetzten Klimaziele zudem möglichst effizient erreichen.

Lösung ohne Gas nicht realistisch

Weitere Szenarien seien die Umstellung auf Wärmepumpen, die zusätzliche Verdichtung des Fernwärmenetzes, der Einsatz direkter elektrischer Raumheizungen und die Verwendung von Hybridwärmepumpen gewesen. Die Ergebnisse in allen Szenarien hätten gezeigt, dass eine Lösung vollständig ohne Gas nicht realistisch sei und die Kosten für die Energiewende in vielen Fällen in einkommensschwache Stadtteile verlagere. Deren Bewohner müssten dadurch übermäßig hohe finanzielle Belastungen schultern. (ab)

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