Die Sonne geht hinter technischen Anlagen des Erdgasspeichers Katharina in Sachsen-Anhalt auf.

Die Sonne geht hinter technischen Anlagen des Erdgasspeichers Katharina in Sachsen-Anhalt auf.

Bild: © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Der Füllstand in Europas Gasspeichern ist am Montag inmitten fallender Temperaturen zum ersten Mal seit dem 5. April wieder gesunken. Das geht aus Daten der Transparenzplattform AGSI hervor. Demnach wurden mehr als 600 GWh aus- als eingelagert, das entsprach einem Minus von 0,06 Prozentpunkten. Insgesamt betrug der Füllstand 95,6 Prozent.

Sowohl Deutschland als auch Italien und die Niederlande, das Trio mit den größten Speicherreserven in der Europäischen Union, meldeten leicht sinkende Werte. In Summe weiter eingespeist wurde dagegen in Österreich, wo mit Haidach und Seven Fields zwei für die Gasversorgung Süddeutschlands wichtige Anlagen liegen. Österreichs Speicher sind mittlerweile zu 95,3 Prozent voll.

Feuer auf Gasplattform

In Deutschland wurden am Montag netto rund 170 GWh ausgespeichert. Das entspricht einem Minus von 0,07 Prozentpunkten. Vor allem norddeutsche Speicher speisten aus. Eine Ursache dafür könnten Störungen beim Gasfluss aus Norwegen gewesen sein.

Am Wochenende war auf der Öl- und Gasplattform Aasgard ein Feuer ausgebrochen, woraufhin die Förderung unterbrochen wurde. Zuletzt sanken die deutschen Gasimporte aus Norwegen, wie Daten der Bundesnetzagentur zu entnehmen ist.

Rehden speichert weiter aus

Den zweiten Tag in Folge wurde aus Deutschlands größtem Speicher in Rehden Gas ausgelagert, wie Bewegungsdaten des Betreibers Astora zeigen. Von Montagabend bis Mittwochfrüh wurde durchgehend ausgespeichert.

Etwas niedriger am Vortag lag der Gaspreis am Mittwochnachmittag im Großhandel. An Europas liquidestem Handelsplatz TTF kostete die Megawattstunde für den Frontmonat 118 Euro (Vortag: 122-124 Euro). Preisdämpfend wirkte die Aussicht auf mehr Wind in den kommenden Tagen, wodurch Gaskraftwerke weniger oft im Einsatz sein dürften. (aba)

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