Der Gasspeicher in Rehden hat eine Kapazität von fast 44 TWh. Zuletzt lagerten aber nur noch 0,24 TWh ein.

Der Gasspeicher in Rehden hat eine Kapazität von fast 44 TWh. Zuletzt lagerten aber nur noch 0,24 TWh ein.

Bild: © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Deutschlands größter Gasspeicher im niedersächsichen Rehden ist zurück in den Schlagzeilen. Am Dienstagvormittag hatte der Betreiber Astora die Einspeicherung vor Ort vorsorglich gestoppt, wie das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie am Abend desselben Tages bekannt gegeben hatte.

Demnach sei es gegen 10.30 Uhr auf dem Freigelände zu einer Verpuffung an einer Fackel für die Verdichtereinheiten gekommen. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen, auch Auswirkungen auf die Umwelt seien nicht festgestellt worden, hieß es in einer Presseaussendung. Die Astora-Bewegungsdaten zeigten, dass bis Dienstag, 10 Uhr, geringe Gasmengen eingelagert wurden.

Keine Hinweise auf Fremdeinwirkung

Nach Behördenangaben wird der Speicher, der eine Kapazität von 43,7 TWh umfasst, wohl bis Ende der Woche kein Gas mehr einspeichern können. "Die Ermittlungen zur Ursache der Verpuffung dauern weiter an", teilte ein Sprecher mit. Die Anlage war zuletzt zu 90,3 Prozent gefüllt.

Bereits am Dienstagabend hatte die Bundesnetzagentur mitgeteilt, dass sie durch den Zwischenfall keine Auswirkungen auf die sichere Gasversorgung in Deutschland erwarte. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gebe es keine, hieß es.

Temperaturbereinigter Gasverbrauch "kritisch"

Auch auf dem Gasmarkt löste der Rehdener Zwischenfall keine großen Preisbewegungen aus. Der Frontmonatskontrakt notierte am Mittwochnachmittag knapp unter der 60-Euro-Marke und damit nur knapp über dem Vortagesniveau.

Insgesamt bezeichnet die Bundesnetzagentur die Gasversorgungslage weiterhin als stabil. Die Temperaturprognose zeigt inzwischen wieder ins blaue Feld, während der temperaturbereinigte Gasverbrauch als "kritisch" eingestuft wird.

Gasspeicherfüllstand bei 79 Prozent

Im Schnitt waren die deutschen Gasspeicher zuletzt zu 79 Prozent gefüllt. Stand jetzt wird kein einziger Gasspeicher die für 1. Februar festgehaltene Mindestmarke von 40 Prozent unterbieten. (aba)

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