Der Kaver­nen­speicher Lesum liegt nördlich von Bremen am Fluss Lesum.

Der Kaver­nen­speicher Lesum liegt nördlich von Bremen am Fluss Lesum.

Bild: © Storengy Deutschland

Die Storengy Deutschland stellt ihren Erdgasspeicher Lesum (Bremen) gemeinsam mit dem Fernleitungsnetzbetreiber Gasunie Deutschland auf H-Gas um — eine Premiere für das Unternehmen in der Bundesrepublik. Kunden könnten seit Anfang April kommerzielles H-Gas einspeichern, heißt es in einer Presseaussendung der Engie-Tochter.

Hintergrund ist, dass sich die Reserven des traditionell in den Niederlanden und in Deutschland geförderten L-Gases zunehmend verknappen. Der deutsche Erdgasmarkt, der zu etwa einem Viertel mit L-Gas versorgt wird, muss bis 2030 auf H-Gas umstellen.

Umstellung in vier Phasen

Der Gasspeicher Lesum ist an das Erdgasnetz der Gasunie angeschlossen. Bei Planung und Koordination der Umstellung hätten die beiden Unternehmen eng kooperiert, heißt es.

Storengy Deutschland will in vier Phasen umstellen. Anfang April hat die Auslagerung der erforderlichen L-Gasmengen begonnen. Am 29. Juni sollen dann der Netzabschnitt und die obertägigen Anlagen umgestellt werden.

Zur Wintersaison bereit

Im Juli soll die Wiederbefüllung der Kavernen mit H-Gas bis zu einem maximalen Füllstand beginnen. Von Oktober an soll der Speicher dann zur Auslagerung für den nächsten Winter bereit stehen.

Die Storengy Deutschland hatte den Erdgasspeicher Lesum 2000 in Betrieb genommen. Der Kavernenspeicher verfügt über zwei Kavernen in einer Tiefe von circa 1250 bis 1800 Metern in einem Zechstein Salzstock. Er gehört zu den wenigen L-Gasspeichern in Deutschland. (ab)

Siehe auch: Nach strengem Winter: Wie geht es weiter mit deutschen Gasspeichern?

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