Jetzt rächt sich der Verkauf von deutschen Gasspeichern an russische Investoren, meint der Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt (CDU).

Jetzt rächt sich der Verkauf von deutschen Gasspeichern an russische Investoren, meint der Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt (CDU).

Bild: © weerapong/AdobeStock

Die Gasspeicherumlage steigt erneut und überspringt die 2-Euro-Marke deutlich. Ab dem 1. Juli dieses Jahres erhebt Trading Hub Europe (THE) 2,50 Euro je Megawattstunde (MWh). Zuletzt lag sie noch bei 1,86 Euro pro MWh. Basis bilden bereits erfolgte sowie künftige Käufe und Verkäufe von Speichermengen durch THE.

Marktprognose nicht aufgegangen

Demnach sind die Preise im vergangenen Winter stärker gesunken, als vom Markt zuvor erwartet. Daher seien die Erlöse der THE in dem Zeitraum geringer ausgefallen. Dazu komme, dass die Endverbrauchs- und Transitvolumina als umlagefähige Menge weiter abgenommen hätten. Beides mache eine Umlage in genannter Höhe erforderlich, so der Marktgebietsverantwortliche.

Hintergrund der Maßnahme ist es, die Versorgung zu sichern. Die 2022 eingeführte Umlage zielt auf die Füllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen ab. Gemäß Energiewirtschaftsgesetz legt sie die THE fest. Diese kauft und verkauft Gas in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur sowie dem Bundeswirtschaftsministerium und befüllt Gasspeicher.

Nächster Stichtag 2025

Im Jahr 2022 beschaffte THE etwa 50 Terawattstunden (TWh) Gas zum Preis von circa 175 Euro pro MWh. 12,5 TWh davon verkaufte sie im Winter 2022/2023 für noch 77,50 Euro pro MWh. Im vergangenen Winter veräußerte sie die restlichen Mengen zu 48,50 Euro pro MWh. Die nächste Umlagenfestlegung erfolgt zum 1. Januar 2025. (dz)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper