Die Gasspeicherumlage steigt erneut und überspringt die 2-Euro-Marke deutlich. Ab dem 1. Juli dieses Jahres erhebt Trading Hub Europe (THE) 2,50 Euro je Megawattstunde (MWh). Zuletzt lag sie noch bei 1,86 Euro pro MWh. Basis bilden bereits erfolgte sowie künftige Käufe und Verkäufe von Speichermengen durch THE.
Marktprognose nicht aufgegangen
Demnach sind die Preise im vergangenen Winter stärker gesunken, als vom Markt zuvor erwartet. Daher seien die Erlöse der THE in dem Zeitraum geringer ausgefallen. Dazu komme, dass die Endverbrauchs- und Transitvolumina als umlagefähige Menge weiter abgenommen hätten. Beides mache eine Umlage in genannter Höhe erforderlich, so der Marktgebietsverantwortliche.
Hintergrund der Maßnahme ist es, die Versorgung zu sichern. Die 2022 eingeführte Umlage zielt auf die Füllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen ab. Gemäß Energiewirtschaftsgesetz legt sie die THE fest. Diese kauft und verkauft Gas in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur sowie dem Bundeswirtschaftsministerium und befüllt Gasspeicher.
Nächster Stichtag 2025
Im Jahr 2022 beschaffte THE etwa 50 Terawattstunden (TWh) Gas zum Preis von circa 175 Euro pro MWh. 12,5 TWh davon verkaufte sie im Winter 2022/2023 für noch 77,50 Euro pro MWh. Im vergangenen Winter veräußerte sie die restlichen Mengen zu 48,50 Euro pro MWh. Die nächste Umlagenfestlegung erfolgt zum 1. Januar 2025. (dz)


