Preem, Schwedens größter Hersteller von Kraftstoffen, spielt eine herausragende Rolle bei der Umstellung auf Wasserstoff.

Preem, Schwedens größter Hersteller von Kraftstoffen, spielt eine herausragende Rolle bei der Umstellung auf Wasserstoff.

Bild: © Adobe Stock/Thomas

Jänschwalde im Süden Brandenburgs soll zum Standort für die Produktion von grünem Wasserstoff und nachhaltigem Flugzeugtreibstoff werden. Für das Projekt sind insgesamt 500 Millionen Euro geplant, wie die Firma Hy2gen AG mit Sitz in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Die Anlage soll bis 2027 auf dem sogenannten Green Areal Lausitz auf einem ehemaligen Flugplatz entstehen. Der Baubeginn ist den Angaben zufolge für 2024 angesetzt.

Hy2gen ist auf Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Herstellung von grünem Wasserstoff spezialisiert. Zusammen mit dem Grundstückseigentümer Euromovement Industriepark GmbH will das Unternehmen Jänschwalde als Produktionsstandort für klimaneutrale Kraftstoffe etablieren. Eine Vorstudie soll Erkenntnisse zu Machbarkeit, Risiken und Nutzen bringen.

123-MW-Elektrolyseur - vorerst

Das Projekt zur Herstellung von grünem Wasserstoff und Flugzeugtreibstoff (Sustainable Aviation Fuel) hat den Namen Jangada bekommen. Der sogenannte Elektrolyseur im Gewerbepark «Green Areal Lausitz» nordöstlich von Cottbus soll zunächst eine Kapazität von 123 Megawatt haben. In einer solchen Anlage lässt sich mit Hilfe von Ökostrom aus Wasser Wasserstoff herstellen, der bei der Nutzung keine Treibhausgase freisetzt.

«Die Realisierung eines solch innovativen Projektes kann wichtige Impulse für die Strukturentwicklung in der Lausitz setzen und das Energieland Brandenburg als Technologie- und Wirtschaftsstandort weiter stärken», sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD). Um die Klimaschutzziele zu erreichen, sei eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen in allen Bereichen und Industriezweigen notwendig. Klimaneutral erzeugter Wasserstoff und die Herstellung von grünem Kerosin seien dabei wichtige Elemente, sagte der Wirtschaftsminister.

41 Mio. Euro kostet der Bahnanschluss

Die Landesregierung hatte Mitte Mai 2,94 Millionen Euro für die Planung zur Bahnanbindung der kurz GRAL genannten «Green Areal Lausitz» freigegeben. Der Bahnanschluss selbst soll etwa 41 Millionen Euro kosten. Auf mehr als 200 Hektar soll ein umweltfreundlicher Gewerbepark entstehen und der Lausitz beim Abschied von der Braunkohle helfen. Auf etwa 30 Prozent der Gesamtfläche soll regenerative Energie zur Versorgung des gesamten Gewerbeparks produziert werden. (dpa/gun)

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