Die Sefe-Gruppe richtet ihre Beschaffungsstrategie neu aus.

Die Sefe-Gruppe richtet ihre Beschaffungsstrategie neu aus.

Bild: © Annette Riedl/dpa

Deutschlands zweitgrößter Gasimporteur ist auf der Suche nach neuen, langfristigen Handelspartnern erneut fündig geworden. Mit dem Staatskonzern Oman LNG sei eine verbindliche Grundsatzvereinbarung unterzeichnet worden, teilte die Berliner Sefe, früher Gazprom Germania, mit.

Demnach soll das Unternehmen mit Sitz in Berlin von 2026 an vier Jahre lang 0,58 Milliarden Kubikmeter pro Jahr Flüssigerdgas erhalten. Das sind umgerechnet rund 5,7 TWh pro Jahr.

Sefe: Vereinbarung ist "Meilenstein"

Sefe bewertet die Vereinbarung als "Meilenstein". Als erstes deutsches Unternehmen werde es künftig omanisches LNG beziehen. Der Oman, ein südwestlich von Saudi-Arabien gelegener Golfstaat, wurde nach Angaben der Organisation arabischer, Erdöl exportierender Staaten im vergangenen Jahr hinter Katar zweitgrößter Erdgasexporteur der Region.

Oman gilt als enger Verbündeter Saudi-Arabiens. An der Spitze steht ein Monarch. Im Juli 2022 reiste Sultan Haitham als erster omanischer Sultan zu einem offiziellen Besuch nach Deutschland und wurde vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Olaf Scholz empfangen.

LNG aus Louisiana

Bereits im Juni hatte Sefe bekanntgegeben, langfristig Flüssigerdgas aus den USA gesichert zu haben. Demnach wurden für eine Laufzeit von 20 Jahren jährlich drei Mrd. Kubikmeter LNG (umgerechnet 29 TWh) kontrahiert. Das entspricht etwa 30 LNG-Lieferungen pro Jahr.

Vertragspartner in diesem Fall war der US-Konzern Venture Global, der derzeit ein neues LNG-Terminal im Bundesstaat Louisiana errichtet. Dort soll das für Sefe bestimmte Gas auch verflüssigt werden. (aba)

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