Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft.

Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft.

Bild: © Adobe Stock/malp

Die Stadt Lindau unterstützt drei Förderanträge rund um das Thema Wasserstoff. Rückendeckung gibt es laut einer Mitteilung der Kommune für den Antrag HyAllgäu*-Bodensee. Hier soll gemeinsam mit anderen Kreisen und Kommunen ein gemeinsames regionales Wasserstoff-Konzept erstellt werden. Die Federführung liegt beim Landratsamt. Bei HyBodensee geht es primär um die Untersuchung der Bodenseeschifffahrt. Im Fokus stehen der ÖPNV und der Mobilitätssektor. Die Federführung liegt bei der Stadt Konstanz.

Hinzu kommt die Idee einer Wasserstofftankstelle in Lindau: Gemeinsam mit anderen Projektbeteiligten soll die Entwicklung, Umsetzung, Erprobung und Validierung einer per Elektrolyse versorgten Wasserstofftankstelle in Lindau getestet werden.

Regional erzeugte Energie

Lindaus Oberbürgermeisterin Claudia Alfons sieht laut der Mitteilung in der Nutzung von Wasserstoff die Chance, den CO2-Fußabdruck in der Stadt weiter zu verringern. „Unser Anliegen ist es, dass konkret und vor Ort Maßnahmen ergriffen werden, um künftig mit regional erzeugter Energie leben, wirtschaften und mobil sein zu können.“

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 29. April nimmt der Klimaschutz nach Einschätzung der Stadtwerke Lindau Fahrt auf. Das zeige sich auch in Fördermaßnahmen und Unterstützung des Bundes in Machbarkeitsstudien und Untersuchungen. Hannes Rösch, der Geschäftsführer des kommunalen Unternehmens, spricht von einer Aufbruchsstimmung und der Bereitschaft der Politik, hier auch zu fördern und zu unterstützen. „Und der Ansatz, dass viele Player übergreifend gemeinsam an einem Ziel arbeiten, ist genau der Richtige. Wenn bei dem Thema jeder sein eigenes Süppchen kocht, dann wird das nichts."

Wasserstoff im Gebäudebereich

Potenzial im Wasserstoff sieht auch eine andere Tochter der Stadt Lindau. „Die Anforderungen und Vorgaben an Wohnquartiere ändern sich hin zu Klimaneutralität in puncto Heizen, Warmwasserversorgung, Stromversorgung oder Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge. Nachhaltigkeit steht dabei bei uns ganz oben auf der Liste“, sagt Alexander Mayer, Geschäftsführer der GWG Lindauer Wohnungsgesellschaft.

Man prüfe alle Technologien und Investitionen stets auf Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit, um den für die Kunden größten Nutzen und Sinnhaftigkeit zu erreichen. Da sei es nur konsequent, auch offen für neue Projekte zu sein, so Rösch.  (amo)

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