Mecklenburg-Vorpommern, Lubmin: Blick auf die Erdgasempfangsstation der Europäischen Gas-Anbindungsleitung Eugal.

Mecklenburg-Vorpommern, Lubmin: Blick auf die Erdgasempfangsstation der Europäischen Gas-Anbindungsleitung Eugal.

Bild: © Stefan Sauer/dpa

Allerdings seien trotz inzwischen besser gefüllter Speicher noch nicht alle Risiken für die Gasversorgung der Industrie im Winterhalbjahr gebannt, teilten das Münchner Ifo-Institut, das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), das Essener RWI und das IWH Halle am Dienstag auf Basis neuer Simulationsrechnungen mit.

Als Gegenmaßnahme empfehlen die Ökonomen unter anderem, "zeitnah die Preissignale bei den Verbrauchern ankommen zu lassen" - also die Preise zu erhöhen, damit weniger Gas verbraucht werde.

Trotz der günstigeren Prognose keine Entwarnung

Grund für die günstigere Prognose ist, dass die Gasspeicher in Deutschland inzwischen deutlich besser gefüllt sind. Vollkommen sicher ist die Versorgung der Industrie allerdings noch nicht. Bei einem sofortigen Lieferstopp ergäbe sich noch mit 20 Prozent Wahrscheinlichkeit eine Gaslücke von mindestens 23,8 Terawattstunden (TWh) mit Wertschöpfungsverlusten von 46 Milliarden Euro für die Wirtschaft.

Im negativsten Szenario wären es sogar fast 160 TWh und 283 Milliarden Euro. Bleibe es dagegen bei einer - wie aktuell - auf 40 Prozent gedrosselten Gaslieferung durch Russland, drohe auch bei ungünstigen Konstellationen kein Engpass.

Ablehnung von Prämien für Gassparen - höhere Preise als Anreiz

Prämien für Gassparen, wie sie zuletzt diskutiert wurden, lehnen die Wirtschaftsforscher ab. Höhere Preise lieferten bereits einen starken Anreiz zum Energiesparen. Stattdessen sollten bedürftige Haushalte gezielt unterstützt werden. (dpa/hcn)

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