Das Münchner Start-up Eness vertreibt unter der Marke "daheim" Photovoltaikanlagen mit und ohne Stromspeicher.

Das Münchner Start-up Eness vertreibt unter der Marke "daheim" Photovoltaikanlagen mit und ohne Stromspeicher.

Bild: © TR/pixelio.de

Die Stadtwerke Tübingen haben für Photovoltaik-Anlagenbesitzer, die nach 20 Jahren aus der EEG-Förderung herausfallen, ein neues Produkt aufgesetzt.

Der Kommunalversorger verspricht, den gesamten erzeugten Solarstrom abzunehmen und ihn mit sechs Cent pro Kilowattstunde zu vergüten. Im Gegenzug verpflichten sich die PV-Anlagenbesitzer, zertifizierten Ökostrom der Stadtwerke Tübingen zu kaufen.

Technische Umrüstungen nicht nötig

Durch die Verrechnung mit dem aus ihrer Anlage erzeugten Solarstrom würden die Kunden ihre monatlichen Stromkosten senken, teilt das Unternehmen mit. Technische Umrüstungen der Anlagen oder der Mess- und Zählertechnik seien derzeit nicht nötig.

Noch hat der Bundestag die EEG-Novelle nicht verabschiedet. Deshalb ist auch offen, welche Vergütungsregelungen für PV-Anlagen gelten werden, deren Förderung Ende 2020 ausläuft.

Marktpreise aktuell bei bis zu drei Cent

Laut Referentenentwurf ist bislang jedoch lediglich eine sogenannte Auffangvergütung durch den Netzbetreiber zu Marktpreisen vorgesehen. Das wären aktuell zwischen 2,5 und drei Cent pro Kilowattstunde abzüglich einer Vermarktungsgebühr, rechnen die Stadtwerke vor.

Weitere Tarife geplant

Sobald die EEG-Novelle verabschiedet ist, will das Tübinger Kommunalunternehmen weitere Tarife im Bereich Eigenstromnutzung und in Kombination mit Speichertechnik anbieten. (ab)

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