In der Nordsee vor der niederländischen Küste entsteht demnächst der weltweit größte Offshore-Windpark. „Hollandse Kust Zuid“ soll über 140 Turbinen und insgesamt 1,5 GW verfügen. Nun hat sich das Chemie-Unternehmen BASF mit 49,5 Prozent an dem Vorhaben beteiligt.
Dabei beläuft sich der Kaufpreis auf 0,3 Mrd. Euro und berücksichtigt den erreichten Stand des Projekts. Darüber hinaus investiert die BASF jedoch auch noch in den Bau des Windparks, insgesamt geht es um 1,6 Mrd. Euro. Für das Chemie-Unternehmen ist es die erste Großinvestition in die Erzeugung von erneuerbaren Strom.
Subventionsfreie Finanzierung
Den Strom von „Hollandse Kust Zuid“ bezieht BASF über ein PPA. Vor allem der Verbundstandort Antwerpen soll erheblich von dem Stromliefervertrag profitieren. Die belgische Stadt ist der zweitgrößte Standort der BASF-Gruppe weltweit.
Vattenfall startet mit den Bauarbeiten für das Mammutprojekt in der Nordsee im Juli. Läuft alles nach Plan soll der Park 2023 vollständig in Betrieb gehen. Dabei ist der Park nicht nur der Größte weltweit, sondern auch das erste Offshore-Vorhaben, das ohne staatliche Förderung auskommt. Vattenfall hatte sich den Zuschlag in zwei subventionsfreien Ausschreibungen in 2018 und 2019 gesichert.
Der Anteil von Vattenfall an „Hollandse Kust Zuid“ ist für die Versorgung ihrer niederländischen Kunden reserviert. Für BASF ist die Investition ein Schritt in Richtung klimaneutrale Chemieindustrie. Bis 2050 will das Unternehmen Netto-Null-Emissionen erreichen. (lm)



