Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat den Umweltbericht veröffentlicht. Der Bericht bildet zusammen mit dem bestätigten Netzentwicklungsplan die Basis für den Entwurf des Bundesbedarfsplans. In diesem werden künftig die Höchstspannungsleitungen aufgeführt. Damit ist das Verfahren zur Bedarfsermittlung 2019-2030 abgeschlossen, teilte die BNetzA mit.
Der Umweltbericht bewertet vorausschauend die Auswirkungen von insgesamt 95 Stromleitungen, die für eine sichere Versorgung in Deutschland notwendig sind. Bewertet wurden sowohl neue Stromleitungen als auch solche, die bereits im aktuellen Bundesbedarfsplan enthalten sind. Insgesamt wurden 78 Freileitungen, sieben Erdkabel und zehn Maßnahmen im Küstenmeer geprüft. Weitere Informationen zum Umweltbericht finden Sie hier.
Ergebnis der Prüfung
Nach der Umweltprüfung führen die Leitungsmaßnahmen zu voraussichtlich sehr unterschiedlichen Umweltauswirkungen. Die Prüfung ergibt, dass rund 65 Prozent aller geprüften Maßnahmen geringe Auswirkungen auf die Schutzgüter erwarten lassen. Hierbei handelt es sich überwiegend um Maßnahmen der Netzverstärkung durch Zu- oder Umbeseilungen oder kürzere Neubauten in bestehenden Freileitungstrassen.
Bei knapp einem Fünftel der Maßnahmen werden hohe oder sehr hohe Umweltauswirkungen erwartet. Dies betrifft insbesondere längere Neubaumaßnahmen, Erdkabel und viele Anbindungsleitungen von Offshore-Windparks, die die Schutzgebiete des hoch empfindlichen Wattenmeers queren.
800 Stellungnahmen und Beteiligung von Dänemark
Der Bedarfsermittlung und der Erstellung des Umweltberichts ging eine zehnwöchige Beteiligung der Öffentlichkeit voraus. Es wurde außerdem eine grenzüberschreitende Beteiligung Dänemarks durchgeführt. Aus der Öffentlichkeit und von Behörden gingen über 800 Stellungnahmen ein, die zu einer Überprüfung der Bewertungen im Umweltbericht beigetragen haben. (gun)


