Stromspeicher "SolarFlow" für Balkonkraftwerke vom Hersteller Zendure.

Stromspeicher "SolarFlow" für Balkonkraftwerke vom Hersteller Zendure.

Bild: @ Zendure

Balkonkraftwerke speisen Strom zum sofortigen Verbrauch in die Steckdose ein, die überschüssige Energie wandert dabei ins Netz. Die kleinen PV-Anlagen erleben durch die Energiekrise einen Aufschwung – obwohl es durchaus rechtliche Hürden gibt. Auch die Politik hat das Potenzial der kleinen Kraftwerke mittlerweile erkannt: So soll die Installation durch das von Wirtschaftsminister Habeck angekündigte Solarpaket vereinfacht werden.

Zudem hat sich die Technologie weiterentwickelt: Der amerikanische Hersteller Zendure hat nun ein Speichersystem vorgestellt, mit dem sich gängige Balkonkraftwerke aufrüsten lassen. Die Batterien von "SolarFlow" haben eine Kapazität von 960 Wattstunden und könnten bis zu 3849 Wattstunden gestapelt werden. Der Vorverkauf ist für April angekündigt.

Bis 800 Watt kompatibel

Demnach sei das Plug-and-Play-Batteriespeicher mit allen gängigen Photovoltaik-Balkonanlagen mit einer Leistung bis zu 800 Watt mit Micro-Wechselrichtern kompatibel, erklärte das Start-up. Es soll zur Nachrüstung, aber auch als Komplettpaket mit Solarmodul und Micro-Wechselrichter angeboten werden.

"SolarFlow" basiert anch Herstellerangaben auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien. Das System könne mit einem MC4-Stecker an die vorhandenen Geräte angeschlossen werden, heißt es. Ein Preis ist noch nicht kommuniziert.

Förderprogramme im Norden

Die Bauteile sollen nach Schutzklasse IP65 wassergeschützt sein und somit Staub und Strahlwasser aushalten. Zendure integriert den Speicher in die hauseigene App, die den Ladestand der Akkus anzeigt und eine Steuerung ermöglichen soll.

Die neuen Speicher könnten die Nachfrage nach Balkon-Solaranlagen weiter anheizen. Zuvor hatten etwa Mecklenburg-Vorpommern sowie Schleswig-Holstein entsprechende Förderprogramme angekündigt. In Schleswig-Holstein schießt das Land für Photovoltaik am Balkon bis zu 200 Euro zu.

Anspruch gegen Vermieter

Das Bundeswirtschaftsministerium will zudem bürokratische Auflagen streichen und die in Deutschland üblichen Doppelstecker ("Schukostecker") für Balkonkraftwerke zulassen. Zudem will das Ministerium Steckersolargeräte in den Katalog privilegierter Maßnahmen im WEG/BGB aufnhemen.

Damit hätten Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer und Mietende künftig einen Anspruch auf Zustimmung für den Betrieb eines solchen Gerätes gegenüber dem Vermeiter oder der Wohnungseigentümergemeinschaft. (jk)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper