Bild: © Energieversorgung Leverkusen

Von Stephanie Gust

Die Energieversorgung Leverkusen (EVL) erweitert ihr Dienstleistungsangebot um einen eigenen mobilen Notstromservice, der ab sofort auch Kunden außerhalb des Stadtgebiets zur Verfügung steht. Mit dem neuen 650-kVA-Aggregat bietet die EVL eine Lösung speziell für geplante Abschaltungen, Wartungsarbeiten und temporäre Versorgungsanforderungen – und verzahnt Technik und qualifiziertes Personal zu einem Komplettpaket.

Bislang hatte die EVL vergleichbare Einsätze für Leverkusener Einrichtungen wie das städtische Klinikum mit Notstromaggregaten von externen Dienstleistern abgewickelt. Projektleiter Björn Fürst erläutert die Hintergründe: "Da die Dienstleister zu den gemieteten Aggregaten kein Personal stellen, entstand das Konzept, alles aus einer Hand anzubieten und unseren Bereich Energiedienstleistungen unabhängiger und flexibler zu machen." Der Schritt soll das Dienstleistungsportfolio gezielt erweitern und gleichzeitig Reaktionszeiten verkürzen.

Komplettservice statt Stückwerk

Das besondere Merkmal des EVL-Angebots liegt in der Kombination aus mobiler Technik und betriebsbereitem Service: Kundinnen und Kunden erhalten nicht nur ein leistungsstarkes Notstromaggregat, sondern auch Fachkräfte für Anlieferung, Aufbau, Betrieb und Inbetriebnahme. Drei Mitarbeitende aus dem Bereich Energiedienstleistungen stehen dafür bereit, unterstützt durch Monteure aus der Technik.

Fürst beschreibt den Vorteil so: "Der Kunde mietet sonst ein Aggregat und beauftragt zusätzlich einen Dienstleister für den Betrieb. Bei uns bekommt er beides." Damit positioniert sich die EVL als Anbieter eines vollumfänglichen Notstromservices, der den organisatorischen Aufwand für Industriekunden, kommunale Einrichtungen und Kritis-Betreiber reduziert.

Einsätze über Leverkusen hinaus

Die Nachfrage reicht bereits über das Stadtgebiet hinaus: In den kommenden Wochen ist das Aggregat etwa bei einem Metallwerk in Leverkusen sowie in einem Altenzentrum im benachbarten Leichlingen eingeplant. Zuvor war es im Oktober bei Bauarbeiten der Deutschen Bahn in Bonn im Einsatz.

Das Aggregat kann bei Verfügbarkeit zügig transportiert werden; rund-um-die-Uhr-Bereitschaft ist wegen der überwiegend planbaren Einsätze nicht vorgesehen. "Eine Anfrage um drei Uhr nachts ist eher nicht wahrscheinlich", sagt Fürst.

Ausbau denkbar

Sollte sich der neue Service wie erwartet etablieren, kann sich die EVL vorstellen, zusätzliche Aggregate in ähnlicher Leistungsklasse anzuschaffen. Ein Ausbau "in die Breite" sei wahrscheinlicher als der Einstieg in noch größere Einheiten.

Mit seinem erweiterten Angebot will der kommunale Versorger sein Profil als regionaler Dienstleister für Versorgungssicherheit schärfen, und erschließt zugleich ein Geschäftsfeld, das für viele Netz- und Anlagenbetreiber zunehmend an Bedeutung gewinnt.

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