Flaute bei Wind, Gedränge bei Sonne

Flaute bei Wind, Gedränge bei Sonne

Bild: © Eisenhans/AdobeStock

Die Erneuerbaren haben in den ersten sechs Monaten des Jahres 43 Prozent des Bruttoinlandstromverbrauchs gedeckt. Im Vorjahreszeitraum hielten sie noch 50 Prozent. Dabei ging vor allem die Erzeugung aus Windkraftanlagen an Land und auf See (minus 20 Prozent) zurück. Aber auch die Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf die Bilanz, die der BDEW und das ZSW regelmäßig ziehen.

2020 brachte den Erneuerbaren neue Rekorde bei der Erzeugung von Wind- und Solarstrom ein, denn das Wetter im ersten Halbjahr war gut für die regenerativen Stromquellen. Ganz im Gegenteil zu diesem Jahr. Vor allem das erste Quartal war ungewöhnlich windstill und sonnenarm. Erst ab April wurde es besser. Im zweiten Quartal lag der Erneuerbaren-Anteil bei 45 Prozent.

Wieder mehr fossil erzeugter Strom

Zudem waren die Spitzenwerte von 2020 geprägt vom ersten Corona-Lockdown und dem rückläufigen Stromverbrauch. Wird weniger verbraucht, liegt die Erneuerbaren-Quote als prozentualer Wert automatisch höher. In diesem Jahr lag der Stromverbrauch jedoch wieder auf normalem Niveau.

Insgesamt lag die Bruttostromerzeugung im ersten Halbjahr 2021 bei 292 Mrd. kWh – ein Anstieg von fast fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem stand ein Stromverbrauch von 285 Mrd. kWh gegenüber. 2020 belief sich der Verbrauch auf 271 Mrd. kWh. 122 Mrd. kWh wurden aus regenerativen Quellen erzeugt. 2020 waren es 15 Mrd. kWh mehr. Mit 28 Mrd. kWh legte die Photovoltaik um rund zwei Prozent zu, während die Windkraft auf See und an Land auf 60 Mrd. kWh eingebrochen ist.  Die konventionelle Energieerzeugung  ist von 142 Mrd. kWh in 2020 auf 170 Mrd. kWh dieses Jahr angestiegen. (lm)

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