Die Oberhessischen Versorgungsbetriebe (OVAG) beteiligen sich gemeinsam mit den Stadtwerken Bad Vilbel und der WV Energie am projektierten Offshore-Windpark Arcadis Ost 1. Hierfür haben die Kommunalunternehmen eine eigene Beteiligungsgesellschaft gegründet.
Unter dem Namen OstseeWindEnergie GmbH (OWE) investieren die drei Partner in den Ostsee-Windpark vor Rügen. Dabei halten OVAG und Bad Vilbel jeweils 49,5 Prozent an der Neugründung, während die WV mit einem Porzent beteiligt ist. Von der Projektgesellschaft Parkwind Ost GmbH, die für die Realisierung des 800 Millionen Euro teuren Offshore-Projekt zuständig ist, gehören den Kommunalunternehmen wiederum zehn Prozent. In der Stadtwerke-Landschaft ist es bisher eher selten, dass Versorger auf eigene Faust in Offshore-Vorhaben investieren. Überlichweise geschieht dies eher über die große Stadtwerke-Kooperation Trianel, lediglich Regionalversorger, wie die SWM oder EnBW haben eigene Offshore-Projekte.
Baustart 2022
„Wir sind stolz darauf, dass wir bei diesem zukunftsweisenden Windpark mit an Bord sind“, erklärten die beiden OVAG-Vorstände, Joachim Arnold und Oswin Veith. Der Park soll künftig 26 Windkraftanlagen umfassen, die jeweils über eine Leistung von 9,5 MW verfügen. „Der erwartete jährliche Stromertrag bei insgesamt 247 MW installierter Leistung wird mit über einer Million MWh prognostiziert. Das ist etwa die Menge, die die OVAG jährlich an ihre Kunden liefert“, führt Hans-Peter Frank aus, der bei der OVAG für die Abteilung Energieerzeugung und Handel zuständig ist. Der Baubeginn in der Ostsee ist für Herbst 2022 geplant. Bis Sommer 2023 sollen die Anlagen dann am Netz sein. (lm)



