Offshore-Windkraftanlagen im Ostsee-Windpark Iberdrola "Wikinger": Der Windpark des spanischen Unternehmens Iberdrola ging am 29.Oktober in den Regelbetrieb.

Offshore-Windkraftanlagen im Ostsee-Windpark Iberdrola "Wikinger": Der Windpark des spanischen Unternehmens Iberdrola ging am 29.Oktober in den Regelbetrieb.

Bild: © Stefan Sauer/dpa

Der spanische Energiekonzern Iberdrola hat am Montag (29.Oktober) seinen Offshore-Windpark «Wikinger»  vor der Insel Rügen offiziell in Betrieb genommen. Mit einer Leistung von 350 MW ist «Wikinger» der bislang größte Windpark in der deutschen Ostsee. Er kann Strom für rund 350 000 Haushalte liefern. Iberdrola investierte eigenen Angaben zufolge rund 1,4 Mrd. Euro in den Bau.

Konzernchef Ignacio Galàn kündigte zudem den Bau eines weiteren Parks in der deutschen Ostsee an. Das Windpark-Projekt „Baltic Eagle“, für das die Bundesnetzagentur im April den Zuschlag erteilt hatte, befinde sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium des Genehmigungsverfahrens, sagte Galán der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sehen keine Risiken.“ Die Erfahrungen aus dem Wikinger-Bau würden nun für die Offshore-Projekte „Wikinger Süd“ - eine Erweiterung des Wikinger-Parks – und „Baltic Eagle“ genutzt. Letzterer soll ebenfalls vor Rügen entstehen und eine Leistung von 476 MW erbringen. Mit den Baugrunduntersuchungen wurde bereits begonnen.

Immer mehr grüner Strom in der Ostsee

Die Bauarbeiten für „Wikinger“ begannen im Frühjahr 2016. Teilweise wurden die Fundamente für die 70 Anlagen des Typs Adwen AD5-135 bis zu 40 m tief im Boden der Ostsee verankert. Die Rotoren der 5,05-MW-Turbinen haben einen Durchmesser von 135 m – und damit in etwa die doppelte Höhe der Berliner Siegessäule. Der Strom wird über die etwa 90 km lange Stromtrasse „Ostwind 1“ des Netzbetreibers 50 Hertz nach Lubmin abgeführt, wo er ins deutsche Leitungsnetz eingespeist wird.

In der deutschen Ostsee wird immer mehr grüner Strom erzeugt. Seit 2011 und 2015 sind mit „Baltic 1“ (48,3 MW- vor dem Darß) und „Baltic 2“ (288 MW - nordwestlich von Rügen) zwei kommerzielle Windparks des Karlsruher Energiekonzerns EnBW am Netz. Die Energieriesen Eon und Equinor (früher Statoil) errichten derzeit in unmittelbarer Nähe des Wikinger-Feldes den Windpark „Arkona“ mit einer Leistung von 385 MW. (dpa/hol)

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