Auch im Juli stammte weniger als die Häfte der Stromerzeugung in Deutschland von erneuerbaren Anlagen. Erneut trugen insbesondere Wind- und Solarenergie weniger zum deutschen Strommix bei als im Vorjahr, wie Zahlen der Fraunhofer-Plattform Energy Charts zeigen.
Demnach steuerte Solarenergie gut 18 Prozent bei. Im Vorjahr war es ein Prozentpunkt mehr gewesen.
Erneuerbaren-Output rückläufig
Der Anteil der Windenergie an der gesamten Stromerzeugung betrug lediglich 16 Prozent. Im Juli 2020 waren es 19 Prozent gewesen.
Folglich blieb auch der Erneuerbaren-Output hinter dem Niveau des Vorjahreszeitraums zurück. Statt gut 53 Prozent waren es diesmal knapp 49 Prozent.
Steinkohle-Anteil verdoppelt sich
Zu den Profiteuren zählten Kohlekraftwerke. Der Anteil der Braunkohle am Juli-Strommix stieg im Vorjahresvergleich von 17 auf 19 Prozent. Kein anderer Energieträger trug mehr bei.
Der Anteil der Steinkohle verdoppelte sich auf acht Prozent.
Gasanteil rückläufig
Rückläufig war dagegen der Gasanteil. Er sank von 14 auf weniger als neun Prozent. Ein Grund dafür dürften Gaspreise sein, die für einen Sommermonat überdurchschnittlich hoch lagen.
Insgesamt prägten Regen und Wolken diesen Juli. (Die ZfK berichtete.) Mit 200 Sonnenstunden verfehlte die Sonnenscheindauer ihr Juli-Soll von 211 Stunden um etwa fünf Prozent.
Solaroutput stagniert
Auch deshalb stagnierte der Solaroutput, obwohl laut Energy Charts seit Juni vergangenen Jahres mehr als fünf GW Photovoltaik zusätzlich installiert wurden.
Insgesamt wird es immer unwahrscheinlicher, dass erneuerbare Energie genauso wie 2020 auch dieses Jahr wieder mehr als die Hälfte des Stroms in Deutschland erzeugen werden. Bislang war dies nur in den Monaten April und Mai der Fall.
2021: 48 Prozent aus erneuerbaren Quellen
Insgesamt stammten bislang nach Energy-Charts-Angaben in diesem Jahr 48 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen. (aba)



