Der neue LEW-Solarpark in Gersthofen besteht aus vier Modulfeldern und fügt sich so schonend in die bestehende Landschaft ein.

Der neue LEW-Solarpark in Gersthofen besteht aus vier Modulfeldern und fügt sich so schonend in die bestehende Landschaft ein.

Bild: © LEW

Die Lechwerke (LEW) zeigen in Gersthofen im Landkreis Augsburg, dass sich Erneuerbaren-Ausbau, Artenschutz und Landwirtschaft vereinen lassen – ohne große Klagen und Bürokratie. Für den Bau der 750 kWp-Anlage wurde ein innovatives Gestaltungs- und Pflegekonzept ausgestaltet.

So wurden die Kollektoren auf vier Modulfelder mit einer Gesamtfläche von 30.000 Quadratmetern aufgeteilt, dadurch sollen gefährdete Arten in ihrem Habitat nicht gestört werden, wie Sigrid del Rio, Projektleiterin bei LEW erklärt: „Vereinfacht gesagt: nur dort, wo Platz war, keine geschützte Arten leben und wenig oder keine Verschattung zu erwarten ist, haben wir Module aufgestellt. So haben wir die Struktur des Geländes nicht verändert.“

Lebensraum und Nahrung durch gezielte Pflege

Zudem zeichnet sich das Grundstück an der Bundesstraße zwei Magerrasenflächen und mehrere Hecken- und Bauinseln aus, dadurch finden auf dem Gelände Insekten, aber auch Kleintieren Nahrung, Nist- und Brutplätze. Durch die vorgesehene regelmäßige Mahd der Magerwiesen werden diese etwa vor Verbuschung bewahrt. So können die dort vorkommenden Blumen und Kräuter weiterwachsen – als Lebensgrundlage für Schmetterlinge, Bienen oder anderen Insekten. Besonders schonend soll die Pflege künftig durch eine Schafherde erfolgen.

Auch bei der Umzäunung des Geländes wurde auf Flora und Fauna Rücksicht genommen. Durch einen kleinen Abstand zum Boden können Kleintiere immer noch auf das Gelände, während größere Wildtiere durch die Zaunbepflanzung mit Büschen neue Nahrungsquellen bekommen. „Das Projekt zeigt, dass klimafreundliche Energiezeugung und Naturschutz Hand in Hand gehen können. Diesen Ansatz wollen wir weiterentwickeln“, so del Rio. (ls)

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