Strom

"Masterplan" für mehr Solaranlagen auf Berliner Dächern

Berlin braucht mehr Solarstrom für die Energiewende. Mit einem "Masterplan" will der Senat den Ausbau voranbringen. Das sind die Maßnahmen:
10.03.2020

Mit Solarzellen können die vielen Dachflächen einer Stadt für die Energiegewinnung genutzt werden.

Rot-Rot-Grün möchte aus Gründen des Klimaschutzes deutlich mehr Solaranlagen auf Berlins Dächern. Am Dienstag beschloss der Senat dazu einen "Masterplan". Geplant ist unter anderem, auf möglichst allen öffentlichen Gebäuden solche Anlagen zu installieren. Eine generelle Solarpflicht für Neubauten und bestimmte Bestandsbauten ist zunächst nicht vorgesehen, soll aber geprüft werden.

Der "Masterplan Solarcity" umfasst zudem mehr Förderung und Beratungsangebote für Hauseigentümer, einfachere Verfahren beim Anschluss von Photovoltaik-Anlagen an das Stromnetz und den Abbau von Barrieren etwa durch den Denkmalschutz. Leuchtturmprojekte sollen die Vorteile der Photovoltaik einem breiteren Publikum deutlich machen.

25 Prozent Solarstrom bis 2050

Ziel des Programmes ist es, den Anteil des Solarstroms spätestens bis zum Jahr 2050 auf 25 Prozent zu erhöhen - eine solches Potenzial hatten Fachleute in einer Studie errechnet. Derzeit decken Solaranlagen 0,7 Prozent des Stromverbrauchs in Berlin ab.

"Wir müssen dafür den Solarausbau in der Stadt beschleunigen", sagte Energiesenatorin Ramona Pop (Grüne). "Es ist notwendig, dass die Bundesregierung den rechtlichen Rahmen für Solarenergie in den Städten endlich verbessert. Die vorhandenen Spielräume wollen wir dennoch auf Landesebene aktiv nutzen." (dpa/pm)