Netzanschlüsse in der Hochspannung: Anlagenbetreiber geben ihre Einspeiseadresse oder alternativ den Einspeiseort und die gewünschte Einspeiseleistung an.

Netzanschlüsse in der Hochspannung: Anlagenbetreiber geben ihre Einspeiseadresse oder alternativ den Einspeiseort und die gewünschte Einspeiseleistung an.

Bild: © LEW

Von Hanna Bolte

Projekt von Wind und Solaranlagen können in den Netzgebieten von Mitnetz Strom und LEW Verteilnetz ab sofort auch Netzanschlüsse für die Hochspannung in Echtzeit online prüfen. Die beiden Verteilnetzbetreiber haben ihre bestehende schnelle Anschlussprüfung (SNAP) um eine pro Version erweitert, die nun neben Mittel- auch die Hochspannungsebene abdeckt.

Über das online Tool lässt sich der gewünschte Netzanschluss abfragen und sofort einschätzen, ob und wo die geplante Einspeiseleistung angeschlossen werden kann. Die Abfrage basiert auf tagesaktuellen Netzdaten und liefert eine unverbindliche erste Einschätzung. Zusätzlich können Nutzer ein Gesamtüberblick über freie Netzkapazitäten erhalten.

Zukunftsorientierte Anwendung

Die Funktion richtet sich vor allem an Betreiber größerer Photovoltaik und Windkraftprojekte, die Netzanschlüsse suchen. Anschlusspunkte sind derzeit Umspannwerke und 110 KV-Abspannmasten. Bis zu einer Entfernung von 10 km zum Einspeisepunkt wird automatisch ein bearbeitbares Trassenrouting mit möglichen Hindernissen angezeigt. Bei größeren Entfernungen erfolgt die Anzeige als Luftlinie.

Mitnetz Strom hat die erste Version des Tools bereits 2020 eingeführt. Mit der Erweiterung auf die Hochspannung erfüllen die Unternehmen nach eigenen Angaben schon heute potenzielle Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes zur Digitalisierung von Netzanschlussprozessen.

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