Die Power Purchase Agreements zwischen Engie und Mainova beziehen Strom aus Windparks, die keine Förderung mehr nach dem EEG erhalten.

Die Power Purchase Agreements zwischen Engie und Mainova beziehen Strom aus Windparks, die keine Förderung mehr nach dem EEG erhalten.

Bild: © ENGIE Deutschland

Der europäische PPA-Markt hat offenbar einen neuen Rekord aufgestellt: Marktteilnehmer haben sich bislang 7800 MW (7,8 GW) an erneuerbarer Kapazität gesichert, wie die europäische Plattform Re-Source mitteilt.

Den Großteil der Grünstrommengen haben sich demnach Unternehmen aus dem IKT-Sektor (2 GW), der Schwerindustrie (1,8 GW) und der Telekommunikation (650 MW) gesichert. Sie waren für mehr als 60 Prozent der PPAs verantwortlich. Beflügelt wird der Markt derzeit auch von den Vorschlägen der Europäischen Kommission für das neue Strommarktdesign, die PPA als zentrales Element der Energiewende vorsehen, heißt es.

Rechtssicherheit der EU

"Das Einzige, was uns davon abhält, erneuerbare Energien allen Unternehmen zugänglich zu machen, sind die bestehenden rechtlichen Hindernisse und die Rechtssicherheit der EU", sagte Annie Scanlan, Politik-Direktorin bei Re-Source bei der gleichnamigen Veranstaltung der Organisation in Amsterdam.

Um das volle Potenzial der PPA zu erschließen, müsste demnach die Erneuerbare-Energien-Richtlinie umgesetzt und die Überarbeitung des Strommarktdesigns zügig und vernünftig verabschiedet werden. Bereits jetzt hätten sich mehr Unternehmen als je zuvor ihre Energie durch langfristigte PPA-Verträge gesichert.

PPA in Schlüsselrolle

Die EU will bis 2030 einen Anteil von bis zu 45 Prozent, mindestens aber 42,5 Prozent, erneuerbarer Energien an der Energieversorgung erreichen. PPA sollen dabei eine Schlüsselrolle spielen, um mehr Wind- und Solarkapazität in das Netz einzuspeisen. (jk)

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