Nehmen den symbolischen Netzanschluss vor (von links): Wolf-Dieter Ringguth, Bürgermeister Gemeinde Rechlin; Tobias Schüßler, COO Goldbeck Solar; Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender RheinEnergie; Stephan Segbergs, Vertriebsvorstand RheinEnergie und Hartmut Lehmann, Bürgermeister der Gemeinde Rechlin.

Nehmen den symbolischen Netzanschluss vor (von links): Wolf-Dieter Ringguth, Bürgermeister Gemeinde Rechlin; Tobias Schüßler, COO Goldbeck Solar; Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender RheinEnergie; Stephan Segbergs, Vertriebsvorstand RheinEnergie und Hartmut Lehmann, Bürgermeister der Gemeinde Rechlin.

Bild: © RheinEnergie AG

Der Energieversorger Rheinenergie hat in den Gemeinden Lärz und Rechlin in Mecklenburg-Vorpommern seinen bislang größten Solarpark eröffnet. Die neue Anlage hat eine Gesamtleistung von 32 Megawatt peak (MWp), wie das kommunale Unternehmen mitteilt. Zudem hat das Unternehmen mit Sitz in Köln erstmalig ein Batteriespeichersystem mit einer Kapazität von sieben Megawattstunden (MWh) gebaut.

"Wir haben uns vorgenommen, unseren Anlagenpark erneuerbarer Energien von derzeit rund 230 Megawatt bis zum Jahr 2035 auf 600 Megawatt zu steigern", wird Andreas Feicht, Vortstandsvorsitzender Rheinenergie, in der Presseaussendung zitiert. Solarenergie soll dazu einen wesentlichen Beitrag leisten.

Der Kommunalversorger sucht nach eigenen Angaben bundesweit nach geeigneten Flächen. "Nicht nur hier in Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch in Bayern in Niedersachsen sowie in Nordrhein-Westfalen", so Feicht weiter.

Für einen 20-MWp-Anteil der neuen Anlage hat Rheinenergie einen Zuschlag im Rahmen einer Innovationsausschreibung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2021) erhalten. Ausschlaggebend dafür war die Kombination aus einer Solaranlage mit einem Batteriespeichersystem. Den Strom aus dem weiteren Anlagenteil vermarktet der Versorger ohne staatliche Förderung.

Differenz zu Marktpreisen

Mit dem Projekt steigt Rheinenergie gleichzeitig in das in Zukunft immer wichtiger werdende Geschäftsfeld der Stromvermarktung mithilfe von Batteriespeichern ein. Der Zuschlag in der Innovationssausschreibung war dafür entscheidend.

"In dem wettbewerblichen Ausschreibungsverfahren ist es uns gelungen, einen wirtschaftlich tragfähigen Vergütungsmechanismus für unser Projekt zu sichern", lässt sich Vertriebsvorstand Stephan Segbers zitieren. Dies ermögliche es dem Unternehmen, die Differenz zwischen den Marktpreisen und den Produktionskosten des Solarstroms mithilfe des Batteriespeichers effektiv zu nutzen.

Geplante Erweiterung

Rheinenergie-CEO Feicht kündigte zugleich die Erweiterung des Solarparks an. Sie soll östlich der bestehenden Anlage in der Gemeinde Rechlin liegen. "Zu den 32 Megawatt, die wir bereits errichtet haben, kommen in den kommenden Jahren noch mindestens weitere 50 Megawatt dazu." Eine Einigung mit den Flächeneigentümern und den politischen Vertretern der Gemeinde Rechlin läge bereits vor.

Der regionale Versorger betreibt deutschlandweit 28 Photovoltaik-Anlagen auf Frei- und Dachflächen mit einer installierten Leistung von etwa 57 MWp sowie 26 Windparks mit 107 Anlagen und einer anteilig installierten Leistung von über 172 MW. Rhenergie will den eigenen Anlagenpark bis 2035 auf 600 MW ausbauen. (jk)

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