Ein Strommast am Tagebau Garzweiler steht nach einer Beschädigung schräg. Die Polizei ermittelt. Tagebaubetreiber RWE vermutet, dass der Mast bewusst beschädigt und zum Einsturz gebracht werden sollte.

Ein Strommast am Tagebau Garzweiler steht nach einer Beschädigung schräg. Die Polizei ermittelt. Tagebaubetreiber RWE vermutet, dass der Mast bewusst beschädigt und zum Einsturz gebracht werden sollte.

Foto: © RWE/dpa

RWE geht als Betreiber des Tagebaus davon aus, dass der Mast «bewusst beschädigt und zum Einsturz gebracht werden sollte».

Ein RWE-Sprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur am Samstag: «Sollte es Sabotage auf die kritische Infrastruktur gewesen sein, verurteilen wir das aufs Schärfste.» Die Polizei bestätigte, dass «die Einwirkung Dritter wahrscheinlich» sei. Nach Angaben des Unternehmens versorgt der Mast den Tagebau mit Strom.

Nach dpa-Informationen wäre bei einem Ausfall der Stromleitungen auch ein Wasserwerk betroffen gewesen. «Da die Stromversorgung stabil ist, ist auch die Wasserversorgung von Grevenbroich durch das von RWE betriebene Wasserwerk Fürth nicht gefährdet», sagte der RWE-Sprecher auf Anfrage.

Polizei ermittelt

Zur Sicherheit seien zwei der vier über den Mast laufenden Stromkreise abgeschaltet worden. Der Tagebau Garzweiler sei aber weiter in Betrieb: «Auch die Kraftwerke können weiterarbeiten.» Ein Mitarbeiter hatte laut RWE den eingeknickten Mast am Freitag entdeckt und die Polizei alarmiert.

Fachleute verankerten und sicherten den Mast demnach in der Nacht zu Samstag, die Polizei nahm vor Ort Ermittlungen auf. Auf einem Foto vom Tatort ist zu erkennen, dass Schrauben gelöst und Metallteile offensichtlich abgesägt wurden. (dpa/sg)

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