Im Mittelpunkt der inszenierten Störung stand ein Kabelfehler an der unterirdischen Hochspannungsleitung, der zum Stromausfall in den Umspannwerken Dresden-Reick und Dresden-Räcknitz sowie in der Verbundleitstelle führte.
Ein Szenario, das in der Realität erhebliche Folgen hätte: Bei einer Ausfallleistung von ca. 38 Mega-Voltampere (MVA ) wären mehr als 43.000 Haushalte und Unternehmen ohne Strom; in der Verbundleitstelle würde die Netzersatzanlage einspringen.
Ablauf des der Übung
„Da Übung bekanntlich den Meister macht, war es für das THW und uns wichtig, den Einsatz so realitätsnah wie möglich nachzustellen“, sagt Michael Meyer, Abteilungsleiter Betrieb Strom Dresden bei der SachsenNetze und Einsatzleiter der Krisenübung. Vom Nachmittag bis in die Abendstunden des 3. Septembers arbeiteten das THW und die Kollegen der SachsenNetze Hand in Hand. Das THW war vor allem dafür zuständig, den Ort der Störung zugänglich zu machen. Die Kameraden und Kameradinnen errichteten eine provisorische Zufahrt und legten den betroffenen Leitungsabschnitt frei.
Anschließend wurde die Muffengrube wetterfest gemacht und beleuchtet. Auch die Notstromversorgung für den Eigenbedarf des Umspannwerks Dresden-Reick sowie die Sprechverbindung zwischen Krisenstab, Störungsstelle und dem Umspannwerk waren Bestandteile der Übung. Insgesamt waren mehr als 50 Personen vor und hinter den Kulissen an der Übung beteiligt.
150 Helfer vom THW
Klaus Dünzkofer, Leiter des THW-Ortsverbandes Dresden, bestätigt die Bedeutung der Krisenübung und ergänzt: „Für die SachsenNetze als Betreiber einer Kritischen Infrastruktur steht das THW Dresden mit rund 150 einsatzbefähigten Helfern rund um die Uhr für Notfälle zur Verfügung. Durch solche praxisnahe Übungen lernen wir gegenseitig die Fähigkeiten und Anforderungen kennen und können dadurch gemeinsam im Ernstfall dafür sorgen, dass der Strom schnellstmöglich wieder fließt.“ (sg)



